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CBD-Fruchtgummi: Was macht die Süßigkeit eigentlich so besonders?

von Katharina Bömken Erstellt am 22.04.21 um 17:00
CBD-Fruchtgummi: Was macht die Süßigkeit eigentlich so besonders? © Getty Images

Produkte mit CBD sind derzeit total angesagt und sprießen wie Pilze aus dem Boden. Mittlerweile gibt es sogar Fruchtgummis, die Cannabidiol enthalten. Was macht diese Süßigkeit eigentlich so besonders? Wir verraten euch alle wichtigen Facts rund um den Trend-Snack.

An CBD kommen wir aktuell nicht vorbei. Gefühlt möchte jeder Hersteller auf den Trend-Zug aufspringen und kräftig beim Hype mitmischen. Neben Cremes, Salben und Gels, die Cannabidiol enthalten, gibt es auch Öle, Kapseln oder Tropfen. Dazu gesellen sich auch noch jede Menge Süßigkeiten. Unter anderem Schokolade, Kekse, Kaugummi, Bonbons, Lutscher oder eben auch Fruchtgummis mit CBD. Was drin steckt in den süßen Naschereien und was sie bewirken sollen, lest ihr bei uns.

Mehr zum Thema: CBD-Creme: Was steckt hinter dem Beauty-Trend?

Was sind CBD-Fruchtgummis?

CBD-Fruchtgummis sehen aus wie ganz normale Fruchtgummis aus Zucker, Gelatine, Wasser und Glukosesirup. Der Unterschied ist nur, dass sie den Wirkstoff CBD enthalten. CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol. Und Cannabidiol ist wiederum ein Inhaltsstoff der Hanfpflanze. Im Gegensatz zum Hanfbestandteil THC (Tetra-Hydrocannabinol), hat CBD keine psychoaktive Wirkung. Es löst also keinen rauschartigen Zustand aus und macht nicht "high".

Was soll es denn können? Das CBD, mit dem einige Hersteller Fruchtgummis pimpen, soll sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Die Liste ist lang. Unter anderem soll der Wirkstoff eine beruhigende, entspannende und stressmindernde Wirkung haben. Er kann bei Schlafstörungen oder zur Behandlung von Angstzuständen eingesetzt werden. Außerdem soll er entzündungshemmend und entkrampfend wirken und so zur Schmerzlinderung beitragen.

Wichtig: CBD klingt erstmal wie ein kleines Wundermittel. Allerdings sollte man auch im Hinterkopf haben, dass es bislang kaum wissenschaftliche Studien gibt, die die Wirkung von CBD belegen. Und: In der EU ist nur Nutzhanf mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,2 Prozent zugelassen.

Im Video: Was verbirgt sich hinter dem Hype um CBD?

Video von Justin Amaral

Was passiert, wenn ich CBD-Fruchtgummis esse?

Wenn du CBD-Fruchtgummis isst, kannst du, im besten Fall, so wie im vorherigen Absatz beschrieben, positive Auswirkungen auf deinen Körper spüren. Das kann aber 20 bis 60 Minuten dauern. Oft machen sich die Effekte wohl auch erst bemerkbar, wenn man die CBD-Fruchtgummis regelmäßig über einen längeren Zeitraum einnimmt. Aber wie bereits gesagt, hat die Wissenschaft bislang nur wenige Erkenntnisse zu der Wirkung von Cannabidiol. Weiterhin kommt es natürlich auch darauf an, wie hoch die Konzentration von CBD in den Produkten ist.

Übrigens: CBD Fruchtgummis werden genauso gegessen wie andere Fruchtgummis auch. Das heißt, du steckst dir die Süßigkeit in den Mund, kaust und zerkleinerst sie, bevor du sie schließlich herunterschluckst. Sie werden im Magen verdaut und über längere Zeit langsam abgebaut.

Bei "Echt & Unzensiert" beantwortet Johannes Janssen, Mitgründer von HempMate, alle Fragen rund um CBD:

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Auch interessant: CBD-Tampons: Wie wirksam ist Hanföl gegen Regelschmerzen?

Wie viele Fruchtgummis darf ich pro Tag essen?

Heißhunger auf fruchtige Gummibärchen? CBD-Fruchtgummis helfen dir da leider nicht weiter. Anders als bei herkömmlichen Produkten aus dem Süßwaren-Regal, sollst du von dem Hanf-Produkt nämlich nur ein oder zwei Stück pro Tag essen. Beachte dazu immer die empfohlene Verzehrmenge vom Hersteller. Statt ungeniert öfters in die Tüte zu greifen, ist hier also Disziplin gefragt. Die Fruchtgummis werden von den meisten Herstellern nämlich "nur" als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und sind damit natürlich kein süßer Snack für zwischendurch.

Wichtig: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft CBD als "unbedenklich ein". Dennoch: Wenn du die ganze Dose Fruchtgummi auf einmal isst, kann es eventuell zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Es wäre zum Beispiel möglich, dass du müde und schläfrig wirst.

Lies auch: Hanf für Haar & Haut! Wie die grüne Super-Pflanze uns jetzt schön macht

Was ist der Unterschied zwischen CBD-Öl und Hanfsamenöl?

Nicht überall, wo ein Hanfblatt auf der Verpackung aufgedruckt ist, steckt auch tatsächlich CBD drin. Hier sollte man schon etwas genauer hinsehen und auf die Inhaltsstoffe achten. CBD-Öl und Hanföl sind nämlich nicht dasselbe. Wir erklären die Unterschiede.

Hanföl
Hanföl wird aus den Samen der Hanf- bzw. Cannabispflanze gewonnen. Es enthält kein CBD. Hanföl, oder auch Hanfsamenöl, ist ein hochwertiges Speiseöl, das unter anderem jede Menge Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren enthält und als vegane Alternative zu Fischöl verwendet werden kann. Es schmeckt bitter und nussig. Da es auch einen hohen Vitamin E-Gehalt hat, wird es aber nicht nur zum Kochen verwendet, sondern auch gerne in Kosmetikprodukten eingesetzt. Hier gilt es als eine Art Beauty-Booster und soll entzündungshemmend wirken sowie gereizte und empfindliche Haut beruhigen.

CBD-Öl
CBD-Öl ist ein Öl, das CBD enthält. Für die Herstellung wird der Wirkstoff aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanzen extrahiert und mit einem Trägeröl, wie zum Beispiel Hanfsamenöl, Rapsöl, Kokosöl oder Olivenöl versetzt. Die Produkte sind entsprechend mit CBD oder Hanfextrakt gekennzeichnet.

Fruchtgummi mit CBD-Öl und Hanfsamenöl

Fruchtgummi mit CBD gibt es in verschiedenen Formen, Farben und Geschmacksrichtungen. Je nach Hersteller enthalten sie unterschiedliche Mengen Cannabidiol. Einigen Süßigkeiten wurde auch nur Hanfsamenöl zugesetzt. Achte also darauf, was auf der Verpackung steht. Wir haben einige Produkte herausgesucht.

VAAY Hemp Gummies

Preis: 14,95 € (105 g = ca. 30 Stück)

Herstellerinfos: Die Hanf Vitamin Gummies von VAAY enthalten Breitspektrum-Hanfextrakt, die Vitamine B6, B12 sowie Süßholz. Süßholz beruhigt nicht nur die Nerven, sondern wirkt auch beruhigend auf den Magen.

Geschmack: Da in dem Fruchtgummi Süßholz-Extrakt enthalten ist, sollen sie nach Lakritz schmecken.

Empfohlene Anwendung: Der Hersteller empfiehlt, einmal täglich zwei Hemp Gummies zu essen. Damit du den Extrakt effektiv über die Mundschleimhaut aufnimmst, sollst du sie möglichst lange im Mund behalten.

Die VAAY Hemp Gummies gibt es zum Beispiel bei flaconi.*

Bears with Benefits "Glowtastic Skin Vitamins mit Hanföl"

Preis: 14,99 Euro (75 g = 30 Stück)

Herstellerinfos: Nahrungsergänzungsmittel mit 100 mg Hansamenföl (davon 50 mg Linolsäure) pro Portion sowie Vitamin E und Vitamin C. Die veganen Gummibärchen sind frei von Zusatzstoffen und enthalten weder THC, noch CBD. Sie sollen für ein ebenmäßigeres und strahlendes Hautbild sorgen.

Geschmack: Die Fruchtgummis sollen fruchtig-orangig schmecken.

Empfohlene Anwendung: Die empfohlene Verzehrmenge ist ein Gummibärchen pro Tag.

Die Gummibärchen von Bears with Benefits kannst du dir zum Beispiel bei Douglas bestellen.*

CBD Gummibärchen von Naturecan

Preis: 19,99 Euro (30 Stück)

Herstellerinfos: Ein Gummibärchen enthält 10 mg CBD. Daneben bietet der Hersteller auch vegane Gummibärchen, die entweder 10 mg oder 25 mg CBD enthalten.

Geschmack: Die Gummies sollen angenehm fruchtig schmecken.

Empfohlene Anwendung: Der Hersteller empfiehlt, ein bis zwei Gummies pro Tag einzunehmen.

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Wichtiger Hinweis zum Schluss: CBD Fruchtgummis werden von vielen Herstellern als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Diese sollen nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung verwendet werden und sind außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern zu lagern. Außerdem darf die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschritten werden. So steht es unter anderem in der Nahrungsmittelergänzungsverordnung.

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