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Schwimmen: Abtauchen ins kühle Nass!

von Rédac Teemix Veröffentlicht am 6. Februar 2008
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Seit Franziska van Almsick im Olympiabecken allen um eine Wellenlänge voraus war und ihr Traumkörper in den Medien um die Welt ging wünschen wir uns nur noch Eines: so aussehen - und schwimmen wie sie! Also: Schlüpfen Sie in Ihren Badanzug und tauchen Sie ins kühle Nass!

Vier Schwimmstile
Schwimmen ist eine traditionelle Olympiasportart. Ein offizielles Olympiabecken ist 50 m lang, auch wenn viele Schwimmbäder nur mit 25 m Bahnen ausgestattet sind. Die Sportart wird in vier Schwimmstile eingeteilt: Brust, Schmetterling, Kraul (Crawl, auch Freistil genannt) und Rücken (-kraul).
Jeder Stil zeichnet sich durch eine eigene Technik, einen bestimmten Rhythmus und eine spezifische Atemmethode aus. Beim Kraulen oder Rückenkraulen werden die Beine wie beim Tauchen gleichmäßig auf und ab geschlagen (Strampeln). Beim Brustschwimmen wird die Froschstoß-Technik
eingesetzt und beim Schmetterlingsstil werden beide Beine zusammen wellenartig bewegt. Auf Wettkämpfen gehören auch Startsprung und (Unterwasser-) Wende mit zum obligatorischen Programm.
Die vier grundlegenden Schwimmarten können miteinander kombiniert werden: zum Beispiel 100 oder 200 m Brust, Rücken, Kraul und Schmetterling.

Die Vorteile
- Die Muskeln werden getrimmt: Es müssen alle Muskeln arbeiten, damit wir im Wasser vorwärts kommen und die Körperposition halten können.
- Der Venenrückfluss wird verbessert: Wie bei allen Sportarten wird beim Schwimmen die Blutzufuhr in den Beinen verstärkt, weil sich die Muskeln abwechselnd an- und entspannen. Die liegende Lage, die kühle Wassertemperatur und der Druck tragen außerdem wesentlich dazu bei, die Wasseransammlungen im Körper (Ödeme) zu beseitigen.
- Schwimmen verleiht eine schlanke Silhouette: Erstens werden beim Schwimmen alle Muskeln trainiert und verlängert. Zweitens wird ein erhöhter Kalorienverbrauch angeregt (200 bis 600 Kcal/h). Und drittens werden nach ungefähr 40 Minuten die Fettreserven mobilisiert. Ein perfekter Sport zum Abnehmen!
- Atmung und Herz-Kreislauf-System werden gestärkt: Das Herz wird sanft gekräftigt und die Lungenkapazität gleichzeitig erhöht. Da direkt über der Wasser- oberfläche genügend Wasserdampf vorhanden ist dürfen sogar Asthmatiker schwimmen.
- Die Gelenke werden geschont: Im Wasser befindet man sich fast im Zustand der Schwerelosigkeit: Es gibt keine Stauchbewegungen und daher auch so gut wie keine Verletzungsgefahr.
- Die Koordinationsfähigkeit wird trainiert: Schwimmen setzt eine gute Technik voraus. Das bedeutet konkret: eine motorische Trennung zwischen Armen und Beinen sowie ein ganz bestimmter Ein- und Ausatmungsrhythmus.
- Schwimmen entspannt! Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Die Glückshormone Endorphine werden freigesetzt, unser Körper liegt fast schwerelos im Wasser und wir finden unseren menschlichen Ursprüngen (in der Fruchtblase) zurück.

Die Nachteile
- Langeweile: Wenn man ewig alleine seine Bahnen zieht kommt einem die Zeit manchmal schon etwas lange vor.
- V-förmige Muskelbildung: Bei Leistungsschwimmern wird die Muskulatur der oberen Körperhälfte (Arme, Schultern) stärker ausgebildet . Das führt zu einem runden Rücken und einer ungleichmäßigen Silhouette.
- Rückenschmerzen: Wer die Schwimmtechnik nicht richtig beherrscht (und zum Beispiel mit dem Kopf über der Wasseroberfläche atmet) verkrümmt den Körper. Das kann Schmerzen im Lendenbereich auslösen.
- Chlor: riecht schlecht, greift Haut und Haare an und strapaziert den Badeanzug!
- Motivation: Wer hat schon Lust, sich mitten im Dezember die Haare nass zu machen und einen Badeanzug anzuziehen? Manche können sich unter diesen Bedingungen einfach nicht zum Schritt ins kalte Nass überwinden!

Praktische Tipps
- Melden Sie sich für einen Schwimmkurs an, selbst wenn Sie sich gut über Wasser halten können: Es wäre sich stundenlang durchs Wasser zu plagen ohne die richtige Technik zu beherrschen. Schon nach ein paar Stunden kann das Training mit den 4 Schwimmstilen abwechslungsreich gestaltet werden.
- Schwimmen Sie mit Hilfsmitteln: Schwimmbrett, Schwimmflossen, Handschuhe mit Schwimmhäuten... Diese Accessoires helfen Ihnen dabei, Ihre Technik zu verbessern und verschiedene Muskeln gezielt zu trainieren. Außerdem kann man die Schwimmroutine mit Übungen aufpeppen und die Bahnen abwechslungsreicher zurücklegen.
- Strecken Sie sich! Vor allen Dingen den Oberkörper. Dadurch wird der Rumpf verlängert, was die unschöne Kombination aus breitschultriger Schwimmerfigur und rundem Rücken verhindert.
- Kombinieren Sie den Wassersport mit anderen (vertikalen) Aktivitäten um die Muskelnzu "härten". Zum Beispiel: Wandern, Joggen, oder Fahrrad fahren.
- Trinken Sie! Denn selbst im Wasser schwitzt man und muss die verlorene Flüssigkeitsmenge wieder ausgleichen!

Weitere Informationen
Ein Schwimmbad gehört in fast jeder mittleren oder großen Stadt zur grundlegenden Infrastruktur. Gerade in städtischen Bädern ist der Eintritt relativ günstig, meistens sind auch Abonnements oder Zehnerkarten erhältlich. Private Schwimmbäder oder Erlebnisbäder hingegen sind meistens erheblich kostspieliger. Wenn Sie sich für einen Schwimmkurs interessieren, informieren Sie sich einfach beim Bademeister. Es werden auch oft Einzelkurse angeboten, die vorteilhafter sind, da man schneller lernt. Mehr Informationen für Freizeit- oder Profischwimmer erhalten Sie beim Deutschen Schwimm Verband (DSV).

Angst vorm Wasser? Erkundigen Sie sich nach einem Seminar! Denn wie bei Flugangst können auch Personen, die unter Aquaphobie (bzw. Hydrophobie) leiden, mit einer Therapie behandelt werden. Wenden Sie sich auch hier für weitere Auskünfte an das Schwimmbad in Ihrer Nähe.

von Rédac Teemix

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