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Granola selber machen: So gelingt das Knuspermüsli ohne Zucker

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 4. Juni 2019
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Für ein crunchiges und gesundes Frühstücks-Müsli könnt ihr jetzt euer Granola selber machen. Wie das geht und warum es sich lohnt, erfahrt ihr hier.

Ihr liebt Haferflocken, aber bei klassischem Porridge oder Overnight Oats fehlt euch der Biss? Dann könnte ein Knuspermüsli bzw. Granola das Richtige für euch sein.

Granola ist gewissermaßen eine Mischung aus normalem Hafer-Müsli und crunchigen Cornflakes. Statt lange einzuweichen, streut ihr den knackig angebratenen Knusperhafer einfach in Milch oder Joghurt oder nutzt es als Topping für Smoothies, Eis oder Nicecream.

Darum solltet ihr euer Granola selber machen

Knuspermüsli gibt es bereits verzehrfertig im Supermarkt zu kaufen. Warum sollte man sich also die Mühe machen, Granola selber zu machen? Hier kommen drei ziemlich gute Gründe:

  • Selbst gemachtes Granola ist deutlich billiger als Fertigmüsli.
  • Ihr wisst genau, was drin ist und könnt die Zutaten individuell zusammenstellen.
  • Es ist gesünder, denn ihr könnt euer Granola sogar ohne Zucker backen.

Außerdem ist es wirklich kein Hexenwerk, Granola selber zu machen. Ihr bringt einfach die trockenen und flüssigen Zutaten zusammen und bratet sie im Backofen an. Das dauert höchstens 30 Minuten - in einer beschichteten Pfanne sogar nur 5 Minuten!

Zutaten für euer selbst gemachtes Knuspermüsli

​Für mehr Abwechslung lassen sich die Zutaten einfach austauschen und neu kombinieren. Dabei könnt ihr bei eurem Knuspermüsli aus folgenden Komponenten wählen:

1. Die Basis (ca. 500 g)
Zunächst einmal braucht ihr Getreideflocken. Beim klassischen Granola dienen kernige Haferflocken als Basis. Alternativ könnt ihr auch zu Flocken aus Dinkel, Quinoa, Amaranth oder Hirse greifen.

2. Der Crunch (ca. 250 g)
Mehr Crunch gibt's mit ganzen oder gehackten Nüssen und Samen - egal, ob Haselnüsse, Walnüsse, Pekannüsse, Macadamia, Erdnüsse, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pistazien, Cashewkerne oder Pinienkerne. Auch Kokosflocken, Chia, Sesam und Mohn pimpen eure Mischung. Tipp: Für ein Low-Carb-Knuspermüsli erhöht ihr den Nuss-Anteil und lasst dafür das Getreide weg.

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3. Die Süße (ca. 200 g)
Damit das selbst gemachte Granola nicht zur Zuckerfalle wird, solltet ihr beim Süßen von weißem Haushaltszucker absehen. Gesündere Varianten sind Palmzucker, Kokosblütenzucker oder Birkenzucker. Bei den flüssigen Süßungsmitteln kommen neben Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup oder der fructosefreie Reissirup infrage.

4. Das Fett (ca. 55 g)
Um das Granola schön knusprig anzubraten, wird etwas Fett benötigt. Neben geschmacklosen Pflanzenölen wie Sonnenblumenöl oder nicht-verginem Olivenöl bietet sich dafür Kokosöl an.

5. Die Würze (ca. 5 g)
Mit Gewürzen wie Zimt, Kardamom und Vanille-Extrakt könnt ihr euer Knuspermüsli nach Belieben aufpeppen. Kakao und Schokosplitter sind ebenso möglich wie Thymian oder Rosmarin. Tipp: Ein paar Prisen Salz heben die natürliche Süße hervor.

6. Die Extras
Hafer-Nuss-Müsli ist euch immer noch zu langweilig? Dann fügt einfach noch Trockenfrüchte wie Rosinen, Aprikosen, Cranberries, Bananen-Chips oder exotische Feigen und Datteln hinzu. Achtung: Das Trockenobst erst nach dem Anbraten dazugeben, da es sonst zu hart wird. Außerdem könnt ihr beim Zucker sparen, da die Früchte bereits viel Süße enthalten.

Zur Inspiration für leckere Kombinationen haben wir euch hier drei Rezepte für selbst gemachtes Granola herausgesucht. Viel Spaß beim Nachmachen!

1. Granola-Rezept mit Erdnuss und Toffees

Die Mischung aus gesalzenen Erdnüssen und karamelligen Toffee-Stücken macht dieses Knuspermüsli unwiderstehlich. Damit bekommt ihr direkt gute Laune - auch wenn sich die kleine Kalorienbombe vielleicht nicht für jeden Morgen eignet.

Ihr braucht diese Zutaten:

  • 350 g Haferflocken
  • 70 g Mandeln (gehobelt)
  • Zimt
  • 1 TL Meersalz
  • 120 ml Honig
  • 120 g Kokosöl (Bei Amazon shoppen)
  • 80 g Toffees (alternativ geht auch dunkle Schokolade)
  • 60 g gesalzene Erdnüsse

So geht's:
1. Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech oder eine hitzefeste Auflaufform (wie hier bei Amazon) mit Backpapier auslegen.

2. Trockene Zutaten (Haferflocken, Mandeln, Zimt und Salz) in einer Schüssel vermischen. Kokosöl in einem Topf schmelzen lassen und zusammen mit dem flüssigen Honig zu der Trockenmischung geben und alles gründlich umrühren - am besten mit einem Holzlöffel.

3. Granola-Mischung flach auf dem Backpapier ausbreiten und für 25-30 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Gelegentlich die Mischung mit einem Pfannenwender wenden. Sobald das Knuspermüsli gleichmäßig gebräunt ist, holt ihr das Blech aus dem Ofen. Keine Sorge, wenn das Ganze noch nicht so knusprig ist, es härtet schnell nach.

4. Erdnüsse und Toffees klein hacken und mit der abgekühlten Granola-Mischung verrühren. Schon ist euer selbst gemachtes Knuspermüsli fertig!

Im Video: Low-Carb-Müsliriegel zum Selbermachen

Anstatt euer Granola als Müsli-Streu zu benutzen, könnt ihr es auch zu festen Müsliriegeln bzw. Proteinriegeln verbacken. Der Vorteil: Die kompakten Energy Bars lassen sich bequem als Proviant mitnehmen.

2. Veganes Bananen-Granola selber machen

Super lecker und glutenfrei ist auch diese vegane Knuspervariante, die hauptsächlich mit frischem Bananenpüree gesüßt wird. Wer nicht so auf Banane steht, kann stattdessen auch herbstliches Kürbispüree benutzen. Jummy!

Diese Zutaten braucht ihr:

  • 350 g Haferflocken
  • 50 g Pekannüsse (oder Walnüsse oder Halbe-Halbe)
  • 2 EL Kokosblütenzucker (hier bei Amazon)
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1 EL Zimt
  • 1 EL Leinsamen (hier bei Amazon)
  • 55 g Kokosöl
  • 65 g Ahornsirup (oder Agavendicksaft)
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 1 große reife Banane (zerstampft)

So geht's:
1. Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

2. Haferflocken, Leinsamen und Pekannüsse mit Zimt, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermengen.

3. Das Kokosöl in einem Topf leicht auf dem Herd erhitzen und mit dem Agavensirup und dem Vanille-Extrakt verrühren. Sobald sich die Flüssigkeiten vermischt haben, den Topf vom Herd nehmen und das Bananenpüree dazu geben. Den gesüßten Püree zu den trockenen Zutaten in die Schüssel geben und alles gut mischen.

4. Die klebrige Granola-Masse möglichst flach auf dem Backpapier verteilen. Wenn nicht alles auf das Papier passt, macht ihr einfach zwei Fuhren daraus. Das Blech für 25-30 Minuten goldbraun backen und die Mischung zwischendurch mit einem Pfannenwender umdrehen.

Tipp: Für noch mehr Bananen-Geschmack könnt ihr nach dem Backen ein paar knusprige Bananen-Chips hinzufügen.

3. Selbst gemachtes Low-Carb-Granola mit Schoko-Kokos

Selbst wenn ihr gerade eine Low-Carb-Diät macht und auf Kohlenhydrate fastet, müsst ihr nicht auf euer selbst gemachtes Knuspermüsli verzichten! Ersetzt einfach die Getreideflocken durch mehr Nüsse oder Samen, schon habt ihr ein sättigendes und gesundes Granola. Beim Zerkleinern der Nüsse ist ein Blitzhacker praktisch (hier bei Amazon erhältlich).

Diese Zutaten braucht ihr:

  • 50 g Macadamia-Nüsse (grob gehackt)
  • 50 g Haselnüsse (grob gehackt)
  • 50 g Pekannüsse (grob gehackt)
  • 50 g Mandeln (grob gehackt)
  • 50 g Kokos-Chips
  • 90 g Kürbiskerne
  • 50 g Chiasamen (hier bei Amazon)
  • 50 g Leinsamen
  • 5 EL Ahornsirup (alternativ: Reissirup, Honig oder Agavendicksaft)
  • 3 Eiweiß
  • 50 g Kokosöl
  • 3 EL Backkakao
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 1/2 TL Meersalz
  • Zimt

So geht's:
1. Backofen auf 125 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Das Kokosöl in einem Topf auf dem Herd schmelzen.

2. Die gehackten Nüsse, Mandeln, Kokos-Chips, Kürbiskerne und Samen in einer Schüssel vermischen. Ahornsirup, Eiweiß, Kakao, Vanille, Salz, Zimt und das flüssige Kokosöl untermengen.

3. Granola-Mischung etwa 1 cm dick auf dem Backpapier ausbreiten und ca. 1 Stunde im Ofen kross backen. Hin und wieder das Müsli wenden. Anschließend vollständig auskühlen bzw. trocknen lassen.

Wie lange ist selbst gemachtes Granola haltbar?

Wenn ihr euer selbst gemachtes Granola kühl lagert und luftdicht in einem Einmachglas oder einer Dose mit Deckel verpackt, hält sich das Ganze mindestens 2 Wochen. Auf diese Weise könnt ihr gut größere Mengen backen und einfach einen Vorrat an eurem Lieblings-Knuspermüsli anlegen.

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