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Pickel in der Pubertät: Die besten Tipps und Hausmittel

von Anne Walkowiak Erstellt am 1. April 2021
Pickel in der Pubertät: Die besten Tipps und Hausmittel© Getty Images

In der Pubertät fahren die Hormone Achterbahn und sorgen bei vielen Teenagern für Hautprobleme, Pickel oder Akne. Warum das so ist und vor allem, welche Hausmittel gegen die fiesen Hautentzündungen helfen, haben wir für euch zusammengefasst.

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Die Pubertät ist, wie ein Spruch es recht passend zusammenfasst, die Zeit für Teenager, in welcher ihre Eltern – oder eigentlich alle Erwachsenen – komisch werden. Denn es passiert so viel in ihrem Körper, dass sie manchmal gar nicht wissen, wohin mit sich. Irgendwie wird alles neu sortiert.

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Ein Problem, welches viele Kinder mit Eintritt in die Pubertät teilen, sind Pickel. Die Ausprägung der fiesen Hautentzündungen kann ganz unterschiedlich ausfallen. Und auch die Dauer ihres Auftretens ist ganz unterschiedlich. Bei den meisten Teenies sprießen die Pickel für eine bestimmte Zeit, verschwinden dann aber wieder. Bei einem kleineren Teil entwickelt sich aus den Pubertätspickeln eine Akne.

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Was der Unterschied zwischen Pickeln und Akne ist, warum die Haut gerade in dieser besonderen Entwicklungsphase so viel mehr Aufmerksamkeit braucht und was wirklich gegen fiese Pickel hilft, wollen wir euch erläutern.

Pickel vs Akne: Wo ist der Unterschied?

Im allgemeinen Sprachgebrauch verwenden wir die Begriffe Pickel und Akne, wenn wir über die fiesen, manchmal eitrigen Hautentzündungen im Gesicht sprechen. Dabei sind Pickel und Akne eigentlich nicht das gleiche.

Pickel sind per Definition nämlich entzündete Hauterhebungen, die entstehen, wenn Hautporen verstopfen und Schweiß, Talg und andere Substanzen nicht ausgeschieden werden können. Bakterien vermehren sich und führen zu einer vorübergehenden Entzündung. Die Betonung liegt hier auf "vorübergehend". Denn 'einfache' Pickel verschwinden in der Regel wieder von alleine.

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Akne bezeichnet eine Hauterkrankung, genauer eine Erkrankung der Talgdrüsenfolikel. Sie zeigt sich auch in Form von Mitessern, Knötchen, eitrigen Pusteln und auch Pickeln, die jedoch immer wiederkehren. Die Pickel, die viele Jugendliche in der Pubertät entwickeln, sind also eine leichte Form von Akne (medizinisch: Acne vulgaris = gewöhnliche Akne).

Hauptursache für Akne sind ebenfalls verstopfte Poren. Warum manche Menschen 'nur' Pickel haben, während andere an einer starken Akne leiden, hat verschiedene Ursachen. Unter anderem spielen die genetische Veranlagung, die Hormone und die Ernährung eine Rolle.

Warum sorgt die Pubertät für Pickel?

Pickel und Akne entstehen vor allem in der Pubertät, weil in dieser Zeit so viele Hormone wie nie im Körper gebildet werden. Besonders Androgene, Hormone, die die Entwicklung der männlichen Geschlechtsmerkmale steuern, werden im Übermaß produziert. Androgene wiederum regen eine vermehrte Talgproduktion im Körper an. Zu viel Talg kann von den Poren nicht mehr ausgeschieden werden und sie verstopfen. Bakterien vermehren sich und führen zu Entzündungen, die wir in Form von Pickeln sehen. Meistens entstehen die Pickel im Gesicht, auf Hals, Dekolletté und Rücken.

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Übrigens: Androgene werden von Hoden, Nebennieren und, in kleinerer Menge, von den Eierstöcken produziert. Da der männliche Körper in der Regel mehr Androgene produziert als der weibliche, neigen auch mehr junge Männer als Frauen zu Akne.

Im Video: Die besten Anti-Pickel-Methoden

Video von Esther Pistorius

Können Lebensmittel die Pickelbildung beeinflussen?

Die Ernährung allein ist nicht der Grund für schlechte Haut. Doch gibt es Hinweise darauf, dass sich die Ernährung auf die Haut auswirkt. Manche Menschen spüren eine Verbesserung des Hautbilds, wenn sie bestimmte Lebensmittel reduzieren. Beispielsweise Lebensmittel, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen (hoher glykämischen Index), denn dadurch können Entzündungen, speziell der Haut, begünstigt werden.

Auch Milch kann Hautunreinheiten und Akne fördern, das liegt unter anderem an den darin enthaltenen Hormonen, die von Natur aus das Wachstum der Jungtiere steigern sollen. Neigt man zu Allergien, kann sich die Ernährung deutlich stärker auf die Haut auswirken.

Ansonsten gilt, was immer gilt: Wer sich gesund ernährt, tut sich und seinem Körper auf jeden Fall etwas Gutes.

Was tun gegen Pickel in der Pubertät? Die besten Tipps & Hausmittel

Es gibt kein Allheilmittel gegen Pickel, leider. Manche Menschen neigen einfach mehr dazu, während andere super selten Mitesser und Co. haben. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die man vorsorglich tun kann, damit den Pickel bereits vor dem Entstehen der Garaus gemacht wird. Und auch wenn die fiesen roten Punkte sich zeigen, können kleine Tricks und sanfte Mittelchen Abhilfe schaffen.

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1. Regelmäßige und gründliche Hautreinigung
Das A und O gegen Pickel, egal in welchem Alter sie auftreten, ist eine regelmäßige und gründliche Gesichts- bzw. Hautreinigung. Daran führt kein Weg vorbei. Besonders in der Pubertät sollte das Gesicht zweimal am Tag mit Wasser und einer pH-neutralen Seife oder Waschlotion gewaschen werden. Das hilft der Haut, abgestorbene Zellen, Talg oder Make-up-Reste loszuwerden und die Poren freier zu halten. Bedenkt jedoch immer: Die regelmäßige Reinigung ist wichtig, ja, aber Pickel entstehen nicht durch mangelnde Hygiene. Tatsächlich kann sogar das Gegenteil der Fall sein. Wer die falschen Produkte verwendet, kann dadurch erst die Entstehung von Hautentzündungen fördern, was uns direkt zu den Punkten 2 und 3 führt.

2. Keine aggressiven Inhaltsstoffe bei der Gesichtsreinigung
Inhaltsstoffe wie Alkohol, Menthol oder Parfüms haben bei der Reinigung des Gesichts nichts zu suchen. Zum einen greifen sie die natürliche Hautflora an. Zudem können sie eine Entzündung hervorrufen, bzw. eine bereits beginnende verschlimmern. Und eine Entzündung fördert wiederum die Talgproduktion. Es entsteht ein regelrechter Teufelskreis.

3. Keine fettigen Cremes und Öle
Die Talgproduktion ist in der Pubertät auf Hochtouren, was man gut an einer fettig-glänzenden Haut erkennen kann. Um die Poren nicht am Abtransport von Talg, Schweiß und anderem zu hindern, sollte man es vermeiden, sie regelrecht zuzuschmieren. Das kann sowohl durch zu fettige Tagescremes, aber auch Make-up oder Concealer geschehen. Weniger ist in der Pubertät also immer ein bisschen mehr. Auch Make-up-Pausen können kleine Hautwunder bewirken. Und wer sich ohne Make-up unwohl fühlt, sollte bei der Gesichtsreinigung ein paar Minuten extra investieren.

4. Heilerde, Teebaumöl und Kamille-Dampfbäder
Was die Haut eines pubertierenden Teenagers vor allem braucht, ist Unterstützung bei der Reinigung und Ruhe. Was wir damit meinen? Heilerde beispielsweise unterstützt den Abtransport von Talg, Verschmutzungen und Bakterien. Gemischt mit Wasser lässt sich daraus eine schnelle Gesichtsmaske machen. Teebaumöl wirkt antibakteriell und entzündungshemmend bei Pickeln. Einfach mit Wasser mischen und mithilfe eines Wattepads auf betroffene Stellen tupfen. Auch Honig wird eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung nachgesagt. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass es sich um medizinischen Honig handelt. Kamille in Form eines Dampfbads hat eine beruhigende Wirkung auf die Haut und lindert Entzündungen.

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5. Zugsalbe tut, was der Name verspricht
Wer Kinder hat, hat gewiss auch Zugsalbe zu Hause. Jene Salbe aus Schieferöl, die kleine und große Splitter sanft aus der Haut zieht. Tatsächlich schafft sie das auch mit Pickeln. Vor allem bei jenen, die weit unter der Haut liegen und richtig gemein wehtun. Einfach eine kleine Menge auf die betroffene Stelle auftragen und die Salbe zieht die Entzündung (und den Eiter) an die Oberfläche. Auch wenn der Geruch unangenehm ist, Zugsalbe ist das Mittel der Wahl. Und bitte nehmt keine Zahnpasta, die kann das Problem "verschlimmbessern" (u.a. wegen des Menthols).

6. Geduld
Pickel verschwinden leider weniger schnell als sie kommen. Das heißt, erst eine konsequente Pflegeroutine bringt den gewünschten Erfolg. Unterstützt eure Kinder also dabei, am Ball zu bleiben.

7. Finger weg von Pickeln und Mitessern
Der Reiz, einen bereits 'gereiften' Pickel auszudrücken, ist groß. Dennoch sollte man selbst besser die Finger davon lassen – vor allem im Gesicht. Im schlimmsten Fall nämlich sorgt man beim Ausdrücken dafür, dass noch mehr Bakterien in die dann offene Wunde gelangen und der Pickel sich noch mehr entzündet. Leidet das Kind stark unter den Pickeln, kann ein Termin beim Hautarzt Hilfe bieten. Auch der Besuch im Kosmetikstudio, in welchem Mitessern und Co. professionell zu Leibe gerückt wird, kann Erleichterung schaffen.

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Etwas Wichtiges zum Schluss: Hautpflege ist immer sehr individuell. Ob die von uns beschriebenen Tipps oder vorgestellten Produkte für dich funktionieren, kannst nur du selbst beurteilen. Wenn du eine sehr sensible Haut hast, die zu Irritationen neigt, kann es ratsam sein, einen Hautspezialisten aufzusuchen. So findest du garantiert die Pflege, die zu den Bedürfnissen deiner Haut passt.