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Manuka-Honig: Welche Wirkung hat er auf die Gesundheit?

von Ann-Kathrin Schöll Veröffentlicht am 14. November 2019

Aktuell herrscht ein regelrechter Hype um Manuka-Honig. Ist er wirklich so gesund? Und welche Wirkung hat Manuka-Honig genau auf den Körper? Wir klären auf!

Im Rennen um die beliebtesten Hausmittel belegt Honig einen Spitzenrang. Das goldene Naturprodukt soll eine antibakterielle Wirkung haben und bei allerlei Beschwerden von Erkältung bis hin zu Entzündungen helfen. Sogar gegen Pickel soll Honig eine echte Wunderwaffe sein.

Doch unter den Honigsorten mausert sich eine aktuell zum echten Trend-Produkt. Die Rede ist von Manuka-Honig aus Neuseeland. Seinen Namen hat er vom Manuka-Baum, einem Teebaum, dessen Blütennektar von fleißigen Bienen gesammelt und zum dunklen Honig umgewandelt wird.

Was macht Manuka-Honig so gesund?

Vermeintliche Superfoods gibt es wie Sand am Meer. Doch oft stecken hinter dem Hype nicht etwa wertvolle Inhaltsstoffe, sondern schlichtes Marketing. Bei Manuka-Honig ist das anders.

Forscher der Universität Dresden haben die Wirkung des Neuseeland-Honigs erforscht und herausgefunden, was ihn von anderen Honigsorten unterscheidet. Im Gegensatz zu gängigen Honigsorten ist in Manuka-Honig besonders viel Methylglyoxal, kurz MGO, enthalten. MGO gilt als entzündungshemmend und soll eine antibakterielle Wirkung haben.

Auch in "normalem" Honig ist das gesundheitsfördernde MGO enthalten, allerdings in einer viel geringeren Konzentration. Während bei Wiesen- und Waldhonigen etwa fünf Milligramm MGO auf ein Kilo Honig kommen, sind es beim Manuka-Honig bis zu 700 Milligramm. Damit hat hochwertiger Manuka-Honig den Namen "Superfood" wirklich verdient.

Manuka-Honig: Starke Wirkung gegen Bakterien

Manuka-Honig kann bei vielfältigen Beschwerden eingesetzt werden. Besonders empfehlenswert ist er aber bei bakteriellen Infektionen der Haut. Hier entfaltet der Manuka-Honig seine heilungsfördernde Wirkung und unterstützt die Wundheilung.

Ein Anwendungsgebiet sind zum Beispiel offene Wunden mit Wundheilstörungen. Manuka-Honig wird hierfür auf die gereinigte und desinfizierte Hautpartie gegeben. Anschließend wird die Körperstelle mit sterilem Verbandsmaterial geschützt. Dank seines hohen Gehalts an MGO fördert der Manuka-Honig die Wundheilung und sorgt dafür, dass es nicht zu erneuten Infektionen kommt.

Manuka-Honig wirkt gegen Pickel

Die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung des Manuka-Honigs kann man sich auch bei unreiner Haut zunutze machen. Denn Pickel sind nichts anderes als verstopfte und entzündete Poren.

Eine Gesichtsmaske aus Manuka-Honig, die auf das gründlich gereinigte Gesicht aufgetragen wird, kann dazu beitragen, das Hautbild zu verfeinern und Hautunreinheiten abheilen zu lassen. Einfach dünn auftragen und für 30 Minuten einwirken lassen. Im Gegensatz zu gängigen Anti-Pickel-Produkten hat Honig den Vorteil, dass er die Haut nicht austrocknet und sie im Gegenteil schön geschmeidig macht.

Tipp: Wenn ihr nur unter vereinzelten Pickeln leidet, könnt ihr den Honig auch vor dem Zubettgehen mit einem sauberen Wattepad auf die betroffene Hautpartie tupfen und über Nacht "einwirken" lassen.

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Manuka-Honig: Positive Wirkung auf Magen-Darm-Trakt

Doch Manuka-Honig hat nicht nur eine gesundheitsfördernde Wirkung auf die Haut. Innerlich angewendet, kann er sich sogar positiv auf den Magen-Darm-Trakt auswirken. Das bestätigt der Leiter des Dresdener Forscherteams, Prof. Henle, gegenüber dem Gesundheitsportal Onmeda.de.

Das im Manuka-Honig enthaltene MGO soll das Wachstum der Bakterien hemmen, die für Erkrankungen wie Magengeschwüre oder Magenschleimhautentzündungen verantwortlich gemacht werden. Wer unter einem gereizten Magen leidet, sollte es also mal mit dem Hausmittel Manuka-Honig versuchen.

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Manuka-Honig ist wirksames Hausmittel bei Erkältung

Neben Magenproblemen kann Manuka-Honig auch bei Erkältungskrankheiten helfen und die nervigen Symptome wie Halsschmerzen oder Husten lindern. Einfach dreimal am Tag einen Teelöffel einnehmen und im Mund zergehen lassen. Eine Alternative sind mit Manuka-Honig gefüllte Bonbons, die bei Halsschmerzen oder Reizhusten Linderung verschaffen können (gibt's zum Beispiel hier bei Amazon).

Tipp: Bei Halsschmerzen empfiehlt sich auch ein wohltuender Salbeitee, den ihr mit dem neuseeländischen Honig süßt. Der Vorteil von Manuka-Honig ist, dass die gesundheitsfördernde Wirkung auch im heißen Tee erhalten bleibt, da MGO weitgehend hitzeunempfindlich ist.

Heilpflanze Manuka: Mehr als nur Honig

Manuka-Honig ist längst nicht das einzige Erzeugnis, dass sich aus dem neuseeländischen Manuka-Baum herstellen lässt. Aus den Blättern wird zum Beispiel Manuka-Öl gewonnen. Genau wie der Honig enthält auch das Öl wertvolle Inhaltsstoffe, die eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben sollen. Manuka-Öl ist dem Teebaumöl ähnlich, soll aber viel hautverträglicher sein.

Es soll die Wundheilung fördern, die Haut widerstandsfähiger machen und sogar gegen Herpes helfen. Zwar ist das wissenschaftlich bislang nicht bestätigt, aber es gibt zu Produkten mit Manuka-Öl zahlreiche positive Erfahrungsberichte im Netz.

Auf Amazon sind die Kunden zum Beispiel von einem speziellen Lippenpflegestift mit Manuka-Öl begeistert. Dieser soll, so die zahlreichen Bewertungen, für Linderung bei Herpes sorgen und – präventiv angewendet –sogar einen erneuten Ausbruch verhindern können. Hier könnt ihr euch die Bewerungen des Lippenpflegestifts mit Manuka-Öl gegen Herpes ansehen.

Wichtig: Manuka-Öl sollte nicht pur auf die Haut gegeben, sondern immer mit einem hochwertigen Hautöl, zum Beispiel Mandelöl, gemischt werden. Ein paar Tropfen genügen.

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Power-Wirkung nur bei echtem Manuka-Honig

Wichtig zum Schluss: Nur weil 'Manuka-Honig' drauf steht, muss kein Gesundheitsbooster drin stecken. Denn es gibt auf dem Markt viele Mogelpackungen. Um sicherzugehen, dass es sich beim gekauften Honig tatsächlich um echten Manuka handelt, solltet ihr auf das Prüfsiegel achten, das den Gehalt an MGO bestätigt. Es gibt Honige mit MGO-Werten von 100 bis hin zu 820. Je höher der MGO-Wert, desto größer ist die gesundheitsfördernde Wirkung des Manuka-Honigs.

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Aber – und das ist der Wermutstropfen – hochwertiger Manuka-Honig mit einem hohen Gehalt an Methylglyoxal ist sehr teuer. Ein 500-g-Glas kann über 100 Euro kosten. Wenn ihr den Manuka-Honig sparsam einsetzt und nicht jeden Tag, sondern nur wenn ihr kränkelt, zu euch nehmt, kann ein solches Glas sehr lange halten.

Wichtig dabei: Nutzt nur saubere Löffel, um Honig aus dem Glas zu nehmen und verschließt es anschließend sorgfältig. Lagern solltet ihr den wertvollen Honig dunkel, trocken und kühl, damit er seine gesunden Inhaltsstoffe und seine Power-Wirkung nicht verliert.

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