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Batch Cooking: Einfach & schnell für die ganze Woche vorkochen

von Jessica Stolz Erstellt am 16. April 2021
Batch Cooking: Einfach & schnell für die ganze Woche vorkochen© Getty Images

Habt ihr keine Lust mehr, nach der Arbeit stundenlang in der Küche zu stehen? Wir verraten, wie ihr euch das mit Batch Cooking erspart und haben außerdem 5 leckere Rezepte für euch.

Nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag hat wohl kaum einer von uns so richtig Lust, stundenlang in der Küche zu stehen. Oft fehlt uns unter der Woche einfach die Zeit oder die Motivation, um großartig über das Abendessen nachzudenken.

Meist kochen wir dann etwas Einfaches, wie zum Beispiel Nudeln oder greifen zum Telefon, um uns Essen zu bestellen. Mit gesunder und ausgewogener Ernährung hat das aber leider wenig zu tun.

Mit Batch Cooking könnt ihr dem ein Ende setzen. Die Theorie: Ihr müsst am Wochenende zwei Stunden in der Küche aufbringen, um alle Mahlzeiten für den Rest der Woche vorzubereiten. Wir verraten euch, wie das geht.

Im Video: Clean Eating: Das sind die einfachen Regeln

Video von Jane Schmitt

Batch Cooking: 5 Vorteile

Wenn ihr vom Batch Cooking bisher nicht überzeugt seid, solltet ihr euch unbedingt mit den vielen Vorteilen des Vorkochens vertraut machen. Wir haben die wichtigsten für euch aufgelistet.

#1: Ihr spart jede Menge Zeit

Der erste Vorteil ist auch gleich der offensichtlichste: Mit Batch Cooking spart ihr nämlich jede Menge Zeit! Anstatt jeden Abend eine Stunde zu kochen, könnt ihr dank Batch Cooking alle Mahlzeiten auf einmal kochen. Während ein Gericht köchelt, wird ein anderes zubereitet. Ihr müsst nur ein bisschen Zeit am Wochenende aufbringen und habt dafür unter der Woche jede Menge Freiheiten. Zum Beispiel, um eure Kinder von der Schule abzuholen oder auch einfach Zeit, um zu entspannen und euch selbst zu verwöhnen.

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#2: Ihr verschwendet weniger Lebensmittel

Indem ihr die Mahlzeiten für die ganze Woche plant, vermeidet ihr die Verschwendung von Lebensmitteln. Denn ihr kauft nur die Zutaten, die ihr für eure Rezepte benötigt und verarbeitet dabei nur die notwendigen Mengen. Ihr werdet sehen, dass ihr viel weniger verschimmelte oder alte Produkte wegwerfen müsst. Es gibt ja gerne mal Lebensmittel, die man im Kühlschrank vergisst. Wer hat nicht schon mal zu viele Karotten auf Vorrat gekauft oder zu viel Reis gekocht und dann doch nicht mehr gegessen?! Solche Reste nehmt ihr nun einfach für ein anderes Rezept.

#3: Ihr spart bares Geld

Durch das Vorkochen mit Batch Cooking spart ihr auch Geld. Da ihr eure Menüs für eine ganze Woche vorplant, wird eure Einkaufsliste schnell geschrieben sein und nur das enthalten, was ihr zum Kochen braucht. So vermeidet ihr es, unnötige Dinge zu kaufen.

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#4: Abwechslungsreiche, frische Mahlzeiten

Batch Cooking garantiert gesundes und saisonales Essen. Man vergisst Fertiggerichte und fördert das Hausgemachte. Den Unterschied im Geschmack werdet ihr schnell merken. Die Zubereitung der Menüs mehrere Tage im Voraus ermöglicht es euch, Gemüse und Obst der Saison leichter in eure Ernährung zu integrieren. Damit habt ihr jeden Abend abwechslungsreiche und ausgewogene Mahlzeiten auf dem Tisch, die der ganzen Familie Freude bereiten.

#5: Ihr erspart euch viel Stress!

Der letzte Punkt ist für uns einer der wichtigsten: Durch Batch Cooking erspart ihr euch nämlich jede Menge Stress im Alltag. Ihr müsst das Essen nämlich nur noch aufwärmen und euch um nichts anderes sorgen. Mit Batch Cooking stellt ihr euch nicht mehr die Frage:  “Was essen wir  heute Abend?" Außerdem habt ihr nach der Arbeit auch keinen Druck mehr, einkaufen gehen zu müssen. Alles, was ihr tun müsst, ist das Essen aufzuwärmen und die Füße hochlegen.

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Batch Cooking: Wichtige Tipps

Nehmt euch Zeit, um zu planen
Das Batch Cooking erfordert eine gute Planung, damit alles bereit ist, wenn das Essen in die Mikrowelle oder den Backofen kommt. Bevor ihr in die Küche geht, nehmt ihr euch ein paar Minuten Zeit, um alle Mahlzeiten der Woche mit einem Terminkalender oder einer Schiefertafel an der Wand zu planen. Alle Mahlzeiten der Woche sollten für alle gut ersichtlich sein. Außerdem ist das Batch Cooking eine Gelegenheit, die Familie zusammenzubringen, etwa um gemeinsam über den Speiseplan der Woche nachzudenken. Je mehr Menschen daran beteiligt sind, desto mehr Ideen gibt es! Zudem ist das ein guter Weg, um dem Geschmack und den Wünschen jeder Person entgegenzukommen.

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Deckt euch mit Gläsern und Frischhaltedosen ein
Wer Batch Cooking macht, muss die Mahlzeiten natürlich auch richtig lagern. Eine wichtige Aufbewahrung ist wichtig, damit die Gerichte nicht an Geschmack verlieren. Bevor ihr euch auf das Batch-Cooking-Abenteuer einlasst, empfehlen wir euch, euch mit Einmachgläsern und Tupperdosen auszurüsten. Tupperware, Vakuumboxen, Glasdosen... ihr habt die Qual der Wahl! Wählt am besten entsprechend der Anzahl der Portionen, die ihr zubereitet. So nutzt ihr auch den Platz im Kühlschrank optimal.

Batch Cooking: Die besten Rezeptideen

Auch wenn es nur an einem Tag der Fall ist, auch beim Batch Cooking müsst ihr euch natürlich Gedanken darüber machen, was in der kommenden Woche auf eurem Speiseplan landen soll. Um euch die Suche nach passenden Gerichten zu erleichtern, stellen wir euch hier unsere Lieblings-Rezepte für das Batch Cooking vor.

Montag: Linsensuppe mit Karotten und Kokosmilch

So funktioniert die Zubereitung:

1. Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen.
2. Karotten in Scheiben schneiden und sie in den Topf mit kochendem Wasser geben, um sie vorzugaren.
3. Die Zwiebel zerkleinern und den Knoblauch pressen, dann mit Olivenöl im Wok anbraten.
4. Die Linsen mehrmals waschen und zu den anderen Zutaten in den Wok geben. Die Karotten abtropfen lassen und hinzugeben, damit sie fertig gekocht werden, salzen und pfeffern.
5. So viel Wasser hinzugeben, bis alle Zutaten bedeckt sind und etwa 20 Min auf niedriger Temperaturstufe kochen, von Zeit zu Zeit umrühren.
6. Wenn die Linsen und Karotten weich sind, püriert ihr alles mit einem Pürierstab.
7. Beim Servieren etwas Kokosmilch hinzufügen oder auf den Tisch stellen, damit jeder nach seinem Geschmack dosieren kann.

Dienstag: Pasta-Gratin mit Pilzen und Hähnchen

So funktioniert die Zubereitung:

1. Die Nudeln in einem Topf mit kochendem Wasser kochen.
2. In der Zwischenzeit das Huhn in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne mit etwas Butter anbraten. Sobald es goldbraun gebraten ist, die Pilze und dann die Crème fraîche dazugeben.
3. Die Soße für einen kurzen Moment einkochen lassen.
4. Mit den Nudeln vermischen und in einer Gratinform verteilen.
5. Dann geriebenen Schweizer Käse drüberstreuen.
6. Lasst die Mahlzeit für etwa 10 Minuten im Ofen backen. Wenn ihr noch Pasta übrig habt, könnt ihr daraus einen Salat für den nächsten Tag vorbereiten.

Ein weiteres Rezept für einen Nudelgratin mit Speck und Champignons findet ihr im Video

Mittwoch: Tian-Gemüse mit Quinoa

So geht die Zubereitung:

1.
Die Quinoa mit viel Wasser waschen.
2. Dann in 500 ml Wasser für etwa 5 Minuten kochen.
3. Schaltet den Herd aus, fügt einen Esslöffel Olivenöl und gehackte Kräuter hinzu.
4. Heizt den Backofen auf 180 °C vor. Tomaten, Zucchini und Auberginen werden schnell gewaschen und abgetrocknet. Die rote Zwiebel schälen, würfeln und anbraten.
5. Ölt eine Gratinform und breitet die Quinoa mit dem Kochwasser über den gesamten Boden der Form aus. Legt das Gemüse darauf, immer abwechselnd in Schichten. Die Zwiebel wird zum Schluss dazugegeben.
6. Vorher muss das Gemüse aber mit Kräutern aus der Provence und Salz gewürzt werden. Das geschichtete Gemüse dann mit Olivenöl beträufeln.
7. Den Auflauf 50 Minuten in den Ofen stellen. Die Mahlzeit genießt ihr warm oder kalt mit grünem Salat.

Donnerstag: Lauch und Kartoffeln in samtiger Soße

So geht die Zubereitung:

1.
Lauch gut gewaschen und gehackt mit einem Stück Butter anbraten und die Kartoffeln hinzufügen.
2. Rühren und 1/2 l Wasser und 1/2 l Milch hinzugeben. Salzen und pfeffern und 1/2 Stunden kochen.
3. Die Suppe mixen bzw. pürieren, dann etwas frische Sahne und gehackten Basilikum hinzufügen. Für eine vollwertige Mahlzeit könnt ihr das Ganze mit einem Spiegelei oder Rührei und einer Scheibe Brot servieren.

Freitag: Rindfleisch mit Paprika-Zwiebel-Pfanne

So geht die Zubereitung:

1.
Das Fleisch in dünne Streifen schneiden.
2. Die Paprika waschen, halbieren und die Kerne und die weiße Haut herausschneiden und dann ebenfalls in Streifen schneiden.
3. Die Zwiebeln und den Knoblauch fein schälen und würzen.
4. In einem Wok einen Schuss Olivenöl erhitzen und darin die gehackten Zwiebeln und den Knoblauch anbraten.
5. Die Paprikastreifen, Salz und Pfeffer hinzufügen und mit Wasser begießen.
6. Bedeckt den Wok und lasst das Gericht 10 Minuten unter regelmäßigem Rühren kochen.
7. Legt die Rindfleischstreifen in den Wok und lasst sie dort etwa 5 Minuten oder bis sie gebräunt sind.
8. Rührt häufig um und beendet das Kochen nach ein paar Minuten.
9. Mit Basmatireis oder Nudeln servieren.

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