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Mama

Der 6. Schwangerschaftsmonat

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 25. Mai 2009

Im 6. Schwangerschaftsmonat beginnt das letzte Trimester. Ihr Baby misst ca. 22 cm vom Steißbein bis zum Kopf, wiegt 700 g und ist schon fast lebensfähig.

Für Sie beginnt ein weiterer spannender Schwangerschaftsabschnitt: Sie spüren vielleicht schon ab und zu die ersten Übungswehen. Eines ist sicher: Das zunehmende Bauchgewicht wirkt sich auf Rücken, Gefäße und Beine aus. Nehmen Sie die Signale Ihres Körpers ernst. Spätestens jetzt sollten Sie sich mehr Pausen und Erholung gönnen.

Die Vorsorgeuntersuchung im 6. Monat
Bei der 5. Vorsorgeuntersuchung werden wie immer Muttermund, Fundusstand, Puls und Gewicht kontrolliert. Spätestens jetzt kann eine Beckendiagnostik Aufschluss darüber geben, ob eine Geburt auf natürlichem Weg möglich ist. Bei kleinen bzw. zierlich gebauten Frauen ist das Becken häufig sehr eng. Der Urin wird auf Zucker und bestimmte Proteine (Albumin) untersucht. Ihr Arzt oder Ihre Hebamme beraten Sie, um für das letzte Schwangerschaftstrimester den richtigen Rhythmus zu finden. Scheuen Sie sich nicht, auch Fragen zu Ihrem Alltag im Job oder in der Familie zu stellen.

Haushaltsarbeiten oder langes Stehen werden immer anstrengender. Sprechen Sie deshalb bei der Vorsorgeuntersuchung auch über kleine Beschwerden. Eine anormale Müdigkeit kann zum Beispiel auf eine Anämie (Blutarmut) hinweisen, die durch Eisenmangel ausgelöst wird. Bei Bedarf können Eisentabletten verschrieben werden. Ihr Arzt empfiehlt Ihnen, sich zunehmend auszuruhen.

Denken Sie daran, Ihren Arzt um ein Attest für den Geburtsvorbereitungskurs zu bitten, wenn Sie diesen bei einem Physiotherapeuten durchführen. Bei einer Hebamme wird der Kurs von den gesetzlichen Krankenkassen auch ohne Attest übernommen.

Ihr Körper
Sie haben zunehmend das Bedürfnis, sich zu erholen. Das ist völlig normal, denn Ihr ganzer Körper ist nun darauf ausgerichtet, das werdende Leben in Ihrem Bauch zu versorgen. Um den Nahrungs- und Sauerstoffbedarf Ihres Babys zu decken, läuft Ihr Blutkreislauf auf Hochtouren. Ihr Puls ist leicht erhöht, aber Ihr Blutdruck bleibt normal. Zu den kleinen Unannehmlichkeiten, die im 6. Monat auftreten können, gehört häufiges Urinieren. Auch Ihre Augen können gereizt sein. Denken Sie jetzt auch daran, alle gedehnten Körperzonen (Bauch, Brust, Schenkel) mit einer speziellen Anti-Schwangerschaftsstreifen-Creme zu pflegen.

Legen Sie sich einen Schwangerschafts-BH zu, um Ihre Brust zu entlasten.
Ihre Gebärmutter erreicht vom Schambein (Symphyse) bis zum oberen Rand (Fundus) 24 cm. Da die Gebärmutter im Bauch immer mehr Platz einnimmt, entstehen zum Teil seitlich starke Bänderschmerzen. Die Ausdehnung der Gebärmutter kann erste Kontraktionen hervorrufen. Dieses Phänomen ist völlig normal. So lange diese “Übungswehen” unregelmäßig und nicht mehr als 10 Mal pro Tag auftreten, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Da die Gebärmutter auch auf den Magen drückt, werden Sie vielleicht auch unter Sodbrennen leiden.

Psychologie
Es lässt sich nicht mehr übersehen, dass Sie schwanger sind. Diese körperlichen Veränderungen sind für manche Frauen schwer zu verkraften. Andere Frauen wiederum genießen ihre runden Formen und sind sehr stolz auf ihren Babybauch.
Ihr Baby bewegt sich immer mehr und Sie machen sich Gedanken darüber, was in ein paar Monaten auf Sie zukommen wird. Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihnen alles über den Kopf wächst, und Sie Angst bekommen, der Herausforderung nicht gewachsen zu sein, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Partner, einem Familienmitglied, Freunden, Ihrem Arzt oder bei einer Beratungsstelle darüber sprechen. Ihre Umgebung kann Ihnen in dieser Phase Mut machen und auch moralisch unter die Arme greifen.

Ihr kleiner Schatz hat zwar noch eine ganz runzelige Haut, wird jedoch langsam aber sicher überlebensfähig, zum Beispiel im Falle einer Frühgeburt. Das Nervensystem und die Muskeln entwickeln sich in einem rasanten Tempo weiter. Ihr Baby schafft es jetzt auch schon, immer präzisere Gesten durchzuführen. Die Lungen setzen ihr Wachstum fort, sind allerdings noch nicht vollständig ausgereift.

Ihr Baby wird lebhafter und durchlebt immer deutlicher ausgeprägte Wach- und Schlafphasen, die leider nicht immer mit Ihrem Tag- und Nacht-Rhythmus identisch sind. Ihr Baby trinkt das süßlich schmeckende Fruchtwasser und hat ab und zu Schluckauf! Der Brustkorb (Thorax) trainiert die Ein- und Ausatmungsbewegungen für die Atmung nach der Geburt.

Ihr Kind nimmt die Außenwelt immer stärker wahr und ist sehr empfänglich für Geräusche, Musik, starken Lärm, die Stimme seiner Eltern und streichelnde Berührungen.

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von Anne Walkowiak

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