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Der 7. Schwanger­­schaftsmonat (25. bis 28. SSW): Was tut sich bei Baby und Mutter?

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 24. Mai 2018

Im 7. Schwangerschaftsmonat bilden sich die Sinnesorgane deines Babys aus. Jetzt, wo du immer mehr Erholung brauchst, wird dein Baby so richtig aktiv.

Mit dem 7. Schwangerschaftsmonat bereiten sich die werdenden Eltern langsam aber sicher auf die Geburt vor und lernen, immer mehr mit ihrem Kind zu kommunizieren.

Babys Entwicklung im 7. Schwanger­­schaftsmonat

Dein Baby wiegt jetezt ungefähr 1500 g und ist ca. 40-44 cm groß. Die Entwicklung des Verdauungssystems und der Nieren ist bereits vollständig abgeschlossen. An Fingern und Füßen wachsen die Nägel. Die Atembewegungen und die eigene Körpertemperatur regulieren sich.

Dein Baby füllt die Gebärmutter immer mehr aus und bewegt sich etwas weniger, denn es wird eng. Ab dem 7. Monat drehen sich manche Babys um und nehmen die endgültige Geburtslage ein: vertikal mit dem Kopf nach unten. Diese Stellung wird als Schädellage (SL) bezeichnet. Auch sich Baby jetzt etwas weniger bewegt kommt im Bauch keine Langeweile auf. Denn dein Baby entdeckt seinen Körper: Es bewegt seine Hände und Zehen, berührt die Nabelschnur und lutscht am Daumen. Wahnsinn!

Das Erwachen der Sinne: Gehör- und Sehsinn

Im 7. Schwangerschaftsmonat bilden sich Babys Sinnesorgane weiter aus:

Der Gehörsinn:
Der Fötus hört, was um ihn herum passiert. Die auditiven Funktionen beginnen sich zwischen 5 ½ und 6 Monaten zu entwickeln. Dein Kind kann eine ganze Palette an Tönen und Klängen hören, die vom Fruchtwasser gedämpft und gefiltert werden. Es nimmt zum Beispiel alle “Innengeräusche” mehr oder weniger bewusst wahr: die Herztöne der Mutter, das Blubbern der Verdauung, das Rauschen der Blutströme... Die Frage, ob der Fötus helle Töne (die Stimme der Mutter) oder dunkle Töne (die Stimme des Vaters) besser wahrnimmt, bleibt allerdings weiterhin offen, denn hier sind sich auch Experten uneinig.

Es steht allerdings fest, dass ein Fötus eine weibliche und eine männliche Stimme oder auch zwei Melodien voneinander unterscheiden kann. Nach der Geburt erkennt das Baby die Stimmen und die Musik wieder, die es schon im Mutterleib gehört hat.

Der Sehsinn:
Dein Baby hat von nun an seine Augen geöffnet. Wenn eine starke Lichtquelle auf den Bauch der Mutter gerichtet wird, schreckt der Fötus zusammen oder beschleunigt den Herzrhythmus. Daraus kann man schließen, dass er visuelle Reize wahrnimmt.

Auch die anderen Sinnesorgane bilden sich weiter aus, darunter der Geruchs- und Geschmackssinn.

Die Gesundheit der Mutter: Kleine Beschwerden im 7. Monat

Je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, desto schneller wirst du müde. Selbst bei alltäglichen Bewegungen bist du mittlerweile schnell außer Atem. Folgende Symptome sind in diesem Stadium der Schwangerschaft keine Seltenheit:

1. Krampfadern:
Krampfadern erscheinen meist zwischen dem 7. und 8. Schwangerschaftsmonat und werden von Juckreiz oder Schmerzen begleitet. Diese Schmerzen können auch beim Geschlechtsverkehr auftreten. In der Regel reicht eine lokale Behandlung aus. Ein Tipp: Lass beim Kochen Gewürze weg und verzichte auf warme Bäder.
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2. Wassereinlagerungen und Ödeme.
Es ist normal, dass Knöchel, Beine und Gesicht etwas angeschwollen sind. Der Körper einer schwangeren Frau speichert mehr Wasser als dies normalerweise nötig ist. Trotzdem musst du viel trinken (mindestens 1,5 l pro Tag), um das Gewebe besser durchzuschwemmen und zu entwässern. Das Ödem-Risiko kannst du auch dadurch verringern, dass du darauf achtest, an Knöcheln oder Handgelenken keine einschneidende Kleidung zu tragen. Falls plötzlich Ödeme auftreten, solltest du unverzüglich deinen Arzt aufsuchen, denn das könnte ein Symptom für eine Nierenschwäche sein.
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3. Rückenschmerzen
Die Rückenschmerzen werden in den letzten Schwangerschaftsmonaten stärker. Mit einer guten Haltung und gezielten Stretch-Übungen kannst du den Rücken entlasten. Die Lendenschmerzen sind häufig bis zu einem Jahr nach der Geburt spürbar. Sanfte Sportarten wie Schwimmen oder Gehen helfen dir dabei weiterhin fit zu bleiben.
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Im 7. Schwangerschaftsmonat ist Schonung ist angesagt

Im letzten Abschnitt der Schwangerschaft treten häufig Schlafstörungen und schlaflose Nächte auf, weil die liegende Position als unangenehm empfunden wird und du dich zunehmend mit dem Gedanken an die immer näher rückende Entbindung beschäftigst. Hier kommen ein paar praktische Tipps für erholsame Nächte:

Nimm abends eine leichte Mahlzeit zu dir und schlafe in einem kühlen und gut durchgelüfteten Raum. Dein persönlicher Komfort geht vor. Wenn es dir gut tut, kannst du deinen Schlafplatz auch ins Wohnzimmer verlegen. Vielleicht ist das Sofa für dich jetzt bequemer als das Bett.

Am besten legst du auch tagsüber ein paar Erholungspausen ein (zum Beispiel einmal vormittags und einmal nachmittags). Leg dich hin, wenn du dich müde fühlst. Dein Baby hat ohnehin einen anderen Wach- und Schlafrhythmus als du, es kann also rund um die Uhr ein Nickerchen machen.

Überhaut solltest du dich jetzt nicht übernehmen: Lass dir bei häuslichen Arbeiten helfen. Alle Tätigkeiten, die viel Kraftaufwand bedeuten, sind jetzt tabu (langes Stehen, Geschwisterkinder herumtragen, Vorhänge aufhängen, schwere Gegenstände heben). Um das Risiko einer Frühgeburt zu reduzieren, solltest du deinen Lebensrhythmus drosseln und unnötigen Stress vermeiden.

Ernährung und Gewichtszunahme im 7. Monat

Im dritten Trimester steigt der Energiebedarf der werdenden Mutter auf 2800 Kalorien pro Tag. Um diesen Bedarf zu decken, solltest du dich bevorzugt von Milchprodukten, Ballaststoffen, eisenhaltiger Nahrung, weißem und rotem Fleisch, Obst und Gemüse ernähren.

Zwischen dem 5. und 7. Monat beträgt die Gewichtszunahme durchschnittlich 350 bis 400 g pro Woche. In den letzen Monaten erhöht sie sich auf 450-500 g.

Lese-Tipps: Gewichtszunahme in der Schwangerschaft: Wie viel ist gesund für Mama & Baby?

Der Geburtsvorbereitungskurs

Im 7. Monat beginnt für viele werdende Mütter der Geburtsvorbereitungskurs, für den sie sich ein paar Monate zuvor angemeldet haben. Diese Kurse werden meistens von Hebammen organisiert und finden oft in der Gruppe statt. Dabei wird der Ablauf der Entbindung erklärt, die Mütter erfahren, wie sie den Schmerz bewältigen können und lernen die richtige Atemtechnik. Es wird auch gezeigt, welche Übungen oder Positionen für Entspannung sorgen, insbesondere wenn die Wehen auftreten.

Es ist sehr wichtig, an diesem Kurs teilzunehmen, denn eine Entbindung ist ein großes Ereignis, das entsprechend vorbereitet sein will. Auch für Mehrgebärende ist der Kurs interessant, weil sich in der Zwischenzeit oft viel geändert hat, zum Beispiel in puncto Säuglingspflege.

Bei manchen Stunden dürfen auch die zukünftigen Papas mitkommen und werden über ihre Rolle bei der Geburt aufgeklärt. Das ist wichtig, damit sich dein Partner nicht ausgeschlossen fühlt und dem Entbindungstag gelassener entgegensehen kann. Manche Kurse bieten auch Haptonomie-Übungen an, bei denen beide Eltern lernen, mit ihrem Kind über Berührungen zu kommunizieren.

Zum Schmunzeln: 7 Pärchen-Typen, die du garantiert im Geburtsvorbereitungskurs triffst

Was jetzt noch zu erledigen ist

Denke daran, dein Mutterschutzgeld 6 Wochen vor der Geburt mit einem ärztlichen Attest über den Entbindungstermin bei deiner Krankenkasse zu beantragen. Wenn du dich für eine Elternzeit entscheidest, solltest du mit deinem Arbeitgeber alle Details noch vor Beginn des Mutterschutzes (zum Beispiel am letzten Arbeitstag) schriftlich festlegen.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, um die Erstlingsausstattung und das Kinderzimmer für Babys Ankunft vorzubereiten. In den letzten Wochen der Schwangerschaft wirsr du vielleicht müde sein und hast keine Lust mehr haben, shoppen zu gehen. Außerdem weißt du nicht genau, wann es soweit ist. Deshalb sollte auch deine Kliniktasche fertig gepackt und jederzeit griffbereit zu Hause stehen.

Quellen & Informationen:

In der Broschüre des Bundesministeriums für Familie findest du ebenfalls Informationen zu den gesetzlichen Regelungen zu Mutterschutzurlaub, Kündigungsschutz und Mutterschaftsgeld.

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