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Wie viele Kalorien stecken eigentlich in Brot?

von der Redaktion Veröffentlicht am 18. November 2008
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Brot ist in unserer westlichen Welt das Grundnahrungsmittel schlechthin. Mit seinen vielen Kohlehydraten spendet Brot uns die Energie, die wir für unser alltägliches Leben benötigen. Morgens beim Frühstück, zwischendurch oder auch zum AbendBROT wird es von uns verzehrt. Kein Wunder, es lässt sich schließlich viel aus einer Scheibe Brot machen: Marmelade, Käse, Wurst, Salat, Gurken, Tomaten und viele andere Leckereinen passen hervorragend dazu oder darauf. Aber wie sieht es eigentlich mit dem Nährwert des beliebten Nahrungsmittels aus, wie viele Kalorien stecken in Brot? Und ist das, was wir so gut wie jeden Tag zu uns nehmen, tatsächlich gesund oder sollten wir unsere Ernährungsgewohnheiten ändern?

Brot aus raffiniertem Mehl

Das Weißbrot ist ein Brot, das zumeist aus raffiniertem Weizenmehl hergestellt wird und auf diese Weise seine helle Farbe erhält. Hier findet nämlich nicht das volle Korn Eingang in den Teig des Brotes, sondern nur das geschälte Korn. Damit das Brot schön aufgeht, wird dem Teig Hefe zugesetzt. Weißbrot hat zwar gar nicht so viele Kalorien wie frau vermutet - pro 100 Gramm je nach Sorte etwa 200-230 kcal - dennoch steht es immer wieder in der Kritik von Ernährungswissenschaftlern. Der Hintergrund hierfür ist zum einem, dass man beim Weißbrot auf die Bestandteile des Korns verzichtet, die die meisten Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe liefern. Zum anderen geht man davon aus, dass die Kohlehydrate, die wir unserem Körper durch das Weißbrot zuführen, auch hinsichtlich ihrer Verwertung minderwertiger sind. Ein Großteil der Kohlenhydrate von Weißbrot wird in unserem Körper in Zucker umgewandelt und dieser Zucker kann dazu beitragen, dass wir übergewichtig werden.

Zudem sättigt Weißbrot nicht gut: So können wir zum Beispiel eine Scheibe Baguette nach der anderen essen, ohne wirklich satt zu werden. Auf diese Weise essen wir mehr und nehmen somit auch insgesamt betrachtet mehr Kalorien auf. Also: Weißes Brot hat zwar weniger Kalorien als Vollkornbrot, unser Körper verwertest es aber anders und unser Satt-Gefühl setzt gar nicht oder erst sehr spät ein. Vorsicht ist bei Weißmehlprodukten wie Weizen-Toastbrot oder Brötchen angebracht: Die schlagen im Durchschnitt mit satten 270-330 kcal zu Buche!


Brot aus vollem Korn

Bei Broten, die aus Vollkornmehl hergestellt werden, ist genau der gegenteilige Fall zutreffend: Da hier das gesamte Korn verarbeitet wird, stehen uns mehr Nährstoffe zur Verfügung, die für Power und Gesundheit sorgen. Vitamin E, B-Vitamine, Eisen, Zink, Magnesium, Proteine und viele andere wertvolle Stoffe sorgen dafür, dass wir optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Dabei kann der Kaloriengehalt von Vollkornbrot und Brot, das zumindest einen Anteil Vollkorn aufweist, durchaus höher liegen als beim Weißbrot. Der Unterschied ist allerdings, dass die Kohlenhydrate, die wir durch Vollkornbrot zu uns nehmen, von unserem Körper besser umgewandelt werden können. Während Mischbrot durchschnittlich mit etwa 250 kcal zu Buche schlägt, weisen Vollkornbrote mit etwa 230-250 kcal noch etwas weniger Kalorien auf.

Vollkornbrot ist somit nicht nur gesund, es macht auch schneller satt. Das Resultat ist, dass wir insgesamt betrachtet weniger von diesem Brot essen müssen als vom Weißbrot, um ein Sättigungsgefühl zu spüren. Auf diese Weise sparen wir beim Brot essen Kalorien ein. Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass Brot aus vollem Korn uns auch für längere Zeit satt hält - ganz im Gegensatz zu Broten aus raffiniertem Mehl, das bald wieder eine Heißhungerattacke entstehen lassen kann.

Brot aus vollem Korn hat aufgrund seines hohen Ballaststoffanteils zudem eine positive Wirkung auf unseren Stoffwechsel. Ballaststoffe sind dabei besonders für den Darm nützlich und vermeiden Krebserkrankungen in dieser Region.

Es zählt auch, was aufs Brot kommt

Natürlich ist es bei einer Ernährungsweise, die verstärkt auf eine Reduzierung von Kalorien und auf ein Plus an Verträglichkeit abzielt, auch von großer Bedeutung, dass man darauf achtet, mit was man sein Brot belegt. Fette Wurstsorten, Remouladen, Schmierkäse mit Doppelrahmstufe und viele andere sündige Leckereien sind sicherlich nicht die perfekten Begleiter zum Brot, wenn es um das Einsparen von Kalorien geht. Besser ist es, zum mageren Geflügelaufschnitt vom Hähnchen oder von der Pute oder zu kalorienreduzierten Käsesorten zu greifen.


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