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Macarons selber machen: Einfache Füllungen für Faule

von Nicole Molitor Erstellt am 9. Juni 2020
Macarons selber machen: Einfache Füllungen für Faule© Getty Images/iStock

Wolltet ihr auch schon mal Macarons selber machen und seid an der Creme verzweifelt? Wir zeigen euch die einfachsten Macaron-Füllungen ohne Butter und Sahne.

Mit den knusprigen Mandelplätzchen außen und dem cremigen Inneren haben Macarons absolutes Suchtpotenzial. Aber wie die meisten Gebäckspezialitäten schmecken auch die französischen Baiserhappen am besten, wenn sie frisch zubereitet wurden.

Dafür müssen wir zum Glück nicht extra nach Paris fahren. Wenn euch die Sehnsucht packt, könnt ihr einfach Macarons selber machen. Am längsten dauert dabei die Füllung, die meist aus Ganache oder komplizierten Cremes besteht und mit Zutaten wie Butter und Sahne eine echte Kalorienbombe ist.

Deshalb wollen wir euch zeigen, wie ihr auch als Anfänger Macarons mit einfacher Füllung machen könnt. Alle Ideen sind schnell umgesetzt und machen das Dessert leichter, aber nicht weniger lecker.

Bevor es an die Alternativen für die Macaron-Füllung geht, müssen allerdings erst die Makronenplätzchen her. Wie euch das Grundrezept garantiert gelingt, erfahrt ihr hier.

Im Video: Rezept für einfache Himbeer-Macarons

Video von Aischa Butt

Macarons selber machen: Grundrezept und Tipps

Viele scheuen davor zurück, Macarons selber zu machen, weil der Baiserteig angeblich so schwierig sei. Das stimmt allerdings nur teilweise. Gerührt ist der Teig für Macarons schnell. Es gibt jedoch einige Dinge, auf die man achten sollte, wenn man will, dass die Macarons fest werden und eine schöne glatte Oberfläche bilden.

Damit das klappt, geben wir euch neben dem Macaron-Grundrezept praktische Tipps von den Profis von Le Cordon Bleu, der internationalen Kochschule in Paris. Dafür haben wir einen Blick in das großartige Backbuch "Patisserie" mit 85 Rezepten aus der feinen französischen Konditorwelt geworfen.

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Neben leckeren Macaron-Rezepten gibt es darin gut bebilderte Anleitungen für Torten, Tartes und kleine Köstlichkeiten wie Eclairs, Financiers und Petit Fours. Ein Muss für jeden Backfan!

Hier wollen wir aber erstmal kleine Brötchen backen beziehungsweise zunächst mal den Macaron-Teig unfallfrei über die Bühne kriegen.

Diese Zutaten braucht ihr:
Für ca. 20 Macarons

  • 4 Eiweiß (130 g)
  • optional: 1 Messerspitze Weinstein-Backpulver
  • 60 g Zucker
  • 180 g gemahlene Mandeln
  • 320 g Puderzucker
  • optional: 1 Messerspitze Lebensmittelfarbe (hier bei Amazon)*

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So gelingen euch die perfekten Macarons:
1. Das Eiweiß steif schlagen (mit Handrührgerät oder Schneebesen). Weinstein-Backpulver hilft dabei. Dann den Zucker hinzufügen und schlagen, bis eine steife Meringenmasse entsteht. Jetzt gegebenenfalls die Lebensmittelfarbe hinzufügen und gut untermischen, damit die Farbe gleichmäßig wird.

Profi-Tipp: Als Anfänger nehmt ihr am besten trockene Lebensmittelfarbe in Pulverform, da diese die Teigkonsistenz nicht so stark verändert wie flüssige Lebensmittelfarbe.

2. Die gemahlenen Mandeln und den Puderzucker sehr fein sieben und zu der Baisermasse in eine Schüssel geben. Beim Mischen geht ihr nun händisch vor, denn mit dem elektrischen Mixer arbeitet ihr Luft in den Macaron-Teig ein, wodurch dieser nicht richtig glatt wird.

Profi-Tipp: Mit einem Teigschaber langsam von der Mitte der Schüssel zum Rand mischen, als ob ihr den Teig falten würdet. Währenddessen die Schüssel mit der anderen Hand drehen, um die trockenen Zutaten einzurühren. Rühren, bis der Teig cremig und glänzend ist.

3. Den fertigen Macaron-Teig in einen Spritzbeutel mit Tülle füllen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und Tupfen mit einem Durchmesser von ca. 4 cm versetzt aufspritzen, sodass sie sich beim Backen nicht berühren. Die Teigkleckse mindestens 30 Minuten ruhen lassen, damit sich eine Kruste bildet.

Profi-Tipp: Leicht von unten gegen das Backblech klopfen, um Luftblasen aus dem Teig zu entfernen. Eine spezielle Backmatte für Macarons hat bereits vorgefertigte Mulden in der passenden Größe, sodass es einfacher ist, den Macaron-Teig richtig zu portionieren.

4. Während die Macarons trocknen, den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Das Backblech hineinschieben und die Macarons 18 Minuten im Ofen backen.

Profi-Tipp: Wenn ihr einfaches Backpapier benutzt, solltet ihr es an den Seiten mit einer Tasse oder ähnlichem beschweren, damit sich das Papier nicht im Ofen bewegt oder wellt. Sonst werden die Macarons schnell uneben.

5. Die Macarons vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen. Wenn sie kalt und ausgehärtet sind, könnt ihr die Plätzchen nach Wunsch bestreichen und die Schalen zu Doppelkeksen stapeln.

Einfache Macaron-Füllungen für Ungeduldige

Klassische Macaron-Füllungen wie Buttercreme oder Schoko-Sahne-Mischungen müssen mindestens eine Stunde ruhen, ehe ihr sie auftragen könntet. Zusätzlich müssen die Macarons dann über Nacht in den Kühlschrank wandern, um fest zu werden.

Wer nicht so viel Zeit hat oder von Natur aus ungeduldig ist, kann auf einfachere Macaron-Füllungen zurückgreifen. Unsere vier Ideen sind kinderleicht gemacht und im Handumdrehen fertig zum Vernaschen.

1. Macarons mit Eisfüllung

Macaron-Glacé, zu Deutsch Eis-Macaron, ist perfekt für den Sommer! Ihr nehmt dafür einfach euer Lieblingseis, lasst dieses leicht antauen, sodass es sich streichen lässt, und packt davon einen Esslöffel zwischen zwei Makronen.

Lesestoff: Veganes Eis selber machen: Gesunde Erfrischung ohne Muh & Mäh!

Die Ränder könnt ihr mit einem Messer glattstreichen. Wer mag, kann sein französisches Sandwich-Eis noch rundherum in bunten Cornflakes, Haselnusskrokant oder Schokosplittern wälzen.

Tipp: Für Eis-Macarons könnt ihr die Macarons mit einem größeren Durchmesser ausbacken, sodass mehr Eiscreme drauf passt.

Auch lesen: Rezept für Mochi-Eis: So gelingt euch die gesunde Eis-Sensation

2. Macarons mit Obst und Sahne

Als fruchtige und gesündere Alternative bietet sich eine Macaron-Füllung mit Obst an. Wählt am besten frisches Obst der Saison. Himbeeren, Blaubeeren und Erdbeeren sind beispielsweise super, weil sie durch ihre natürliche Säure einen leckeren Gegenpart zu den süßen Baiserplätzchen bilden.

Naschkatzen befüllen ihre Obst-Macarons mit Sahne. Dafür könnt ihr einfachheitshalber Sprühsahne aus der Dose nehmen.

Tipp: Beeren vorher auslesen und kurz unter kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen.

3. Macarons mit Nutella oder Marmelade

Warum lange eine Creme rühren, wenn man einfach zu fertiger Frucht- oder Schokopaste greifen kann? Bestreicht eure Macarons mit Nutella oder einer anderen Nussnugatcreme, sobald die Kekse ausgekühlt sind. Die schokoladige Paste klebt gut und hält die Makronenschalen ordentlich aufeinander. Einfacher geht's nicht!

Statt Nutella könnt ihr eure Macarons mit Erdnussbutter, Marmelade, Curds, Karamell- oder Vanillesoße bestreichen. Da Soßen allerdings recht flüssig sind, solltet ihr die befüllten Macarons direkt essen, bevor die Kekse aufweichen.

4. Macarons mit (Frisch-)Käse

Eine streichfähige Creme für selbstgemachte Macarons bekommt ihr auch mit Frischkäse hin. Der lässt sich nach Geschmack mit Puderzucker süßen. Ihr könnt ihn pur oder zusammen mit Konfitüre zwischen die Macaronshälften geben. Auch etwas geraspelte Schokolade schmeckt dazu.

Tipp: Kalorienärmer und ebenfalls erfrischend werden Macarons mit Magerquarkfüllung.

Wenn ihr schon beim Experimentieren mit Macaron-Füllungen seid, könnt ihr euch auch mal an herzhafte Macarons heranwagen. Richtig gehört. In Frankreich werden die kleinen Baiserkekse nämlich nicht nur süß, sondern sogar würzig gegessen.

Wie wäre es beispielsweise mit Ziegenkäse-Macarons? Aromatischen Ziegen- oder Schafskäse gibt es bereits streichfertig im Supermarkt. Einen Versuch ist es wert, meint ihr nicht?

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