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Unterleibsschmerzen, aber keine Periode? Das sollten Frauen wissen!

von Jane Schmitt Geändert am 22. März 2021
Unterleibsschmerzen, aber keine Periode? Das sollten Frauen wissen!© GettyImages

Unterleibsschmerzen kennen wohl fast alle Frauen. Meistens kündigt sich mit dem Ziehen im Bauch die Periode an. Doch es gibt auch andere Ursachen für Unterleibsschmerzen bei Frauen unabhängig von ihrer Regelblutung. Wir klären auf!

Video von Esther Pistorius

Wer glaubt, dass Frauen das Pech der Unterleibbschmerzen ganz für sich allein gepachtet haben, irrt. Nicht immer sind sogenannte Frauenleiden Ursache von Unterleibsschmerzen. Männer können ebenfalls Unterleibsschmerzen haben.

Allerdings trifft es Frauen tatsächlich häufiger: Menstruation bzw. Regelschmerzen, Endometriose oder auch Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter und allerlei andere Ursachen können Frauen richtig fiese Unterleibsschmerzen einhandeln. Doch auch Blinddarmentzündung oder Blasensteine verursachen starke Schmerzen im Unterleib. Damit ihr versteht, welchen Ursprung Unterleibsschmerzen haben können, erklären wir hier mögliche Gründe.

Nicht immer sind Unterleibsschmerzen ein Grund zur Sorge. Doch behaltet euren Körper gut im Blick, vor allem wenn die Schmerzen im Unterleib mit anderen Beschwerden einhergehen. Plötzlich auftretende Schmerzen sollten in jedem Fall hellhörig machen. Denn Schmerzen im Unterleib können auch ein Warnsignal sein.

Mögliche Ursachen für Unterleibsschmerzen ohne Periode:

  • Hymenalatresie (bei Mädchen)
  • Vaginalatresie (bei Mädchen)
  • Eierstockzysten
  • Entzündung der Eileiter oder der Eierstöcke
  • Gebärmuttersenkung
  • Endometriose
  • Myome
  • Blasenentzündung
  • Blinddarmentzündung
  • Leistenbruch
  • Darmverschluss
  • Nierenbeckenentzündung
  • Schwangerschaft

Unterleibsschmerzen aber keine Periode: Schwanger?

Auch eine Schwangerschaft kann bei manchen Frauen zu unspezifischen Schmerzen im Unterbauch führen, die sich anfühlen, als käme die Periode bald. Wenn die aber ausbleibt und ihr im Zyklus ungeschützten Sex hattet, solltet ihr zur Sicherheit einen Schwangerschaftstest machen. Ein Urtintest kann ab dem zweiten bis dritten Tag der ausbleibenden Regel ein sicheres Ergebnis zeigen.

Sonderfall: Eileiterschwangerschaft

Kommt es zu heftigen Unterleibsschmerzen, die sich anders anfühlen als die "normalen" Menstruationsbeschwerden und kommen Blutungen dazu, kann auch eine Eileiterschwangerschaft vorliegen. Die Häufigkeit einer solchen extrauterine Schwangerschaft liegt jedoch nur bei 1%. Bei starkem Unterleibsschmerzen, die mehrere Tage andauern, solltet ihr aber unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Lest auch: Periode kommt nicht: 6 mögliche Gründe

Unterleibsschmerzen ohne Periode: Ursache im Verdauungstrakt

Die Verdauung kann ebenfalls Ursache für Unterleibsschmerzen sein. Dann kann es hilfreich sein, auf Schonkost umzustellen, um Magen und Darm zu entlasten. Treten die Unterleibsschmerzen häufiger nach dem Essen auf, kann eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine chronische Darmerkrankung vorliegen. Um diese zu bestimmen, sollten die auftretenden Symptome mit einem Arzt besprochen werden.

Unterleibsschmerzen ohne Periode: Blinddarmentzündung

Bei einer Blinddarmentzündung sitzen die Schmerzen zunächst mittig am Bauch und wandern innerhalb weniger Stunden zum rechten Unterbauch. Dann heißt es ab ins Krankenhaus! Der entzündete Wurmfortsatz muss schnell entfernt werden.

Weitere Symptome einer Blinddarmentzündung sind:

  • krampfartige Bauchschmerzen
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Übelkeit
  • Durchfall oder auch Verstopfung

Hinweis für Schwangere: Durch die Schwangerschaft kann der Schmerz, der ansonsten auf der rechten Unterbauchseite auftritt, verschoben sein und woanders liegen.

Das Gesundheitsportal Onmeda.de liefert weitere medizinische Informationen zur Blinddarmentzündung.

Schmerzendes Ziehen im Unterleib ohne Periode: Veränderung der Gebärmutter

Schmerzen im Unterleib können auch von der Gebärmutter ausgehen. Bei Frauen in den Wechseljahren kann eine Gebärmutterabsenkung recht häufig ein Grund für die Schmerzen im Unterbauch sein. Dabei senkt sich das Organ in das kleine Becken ab, was zu Ziehen im Unterleib führen kann. Häufig sind die Schmerzen auch im unteren Rücken zu spüren.

Auch Mütter, die gerade ein Kind geboren haben, können durch eine Gebärmuttersenkung Unterleibsschmerzen ohne Periode bekommen.

Lesetipp: Was tun gegen Regelschmerzen? Diese Hausmittel helfen!

Alles über den Menstruationszyklus

Video von Justin Amaral

Unterleibsschmerzen ohne Periode: Myome

Myome können ebenfalls ein Grund für die Unterleibsschmerzen sein. Diese können zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr von Frauen auftreten. Myome sind gutartige Geschwulste, die im Gewebe der Gebärmutter wachsen können. Sind sie sehr groß, können die Geschwulste auch auf andere Organe drücken und sich unangenehm bemerbar machen.

Unterleibsschmerzen ohne Periode: Endometriose

Verantwortlich für starke Schmerzen im Unterleib bei Frauen kann auch Endometriose sein. Dabei wächst die Gebärmutterschleimhaut nicht nur in der Gebärmutterhöhle, sondern auch außerhalb der Gebärmutter. Starke Schmerzen während der Periode sind typisch. Doch können die Schmerzen auch zu einem anderen Zeitpunkt im Menstruationszyklus auftreten. Häufig schmerzt dann nicht nur der Unterbauch sondern auch der Rücken.

Hier erfahrt ihr mehr zum Thema Endometriose.

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Unterleibsschmerzen ohne Periode: Blasenentzündung

Ihr habt stechende und krampfartige Schmerzen, ähnlich wie bei starken Menstruationsschmerzen, und zusätzlich brennt es beim Wasserlassen? Dann kann eine Blasenentzündung der Auslöser für die Untrleibsschmerzen sein. Sucht direkt einen Arzt auf und lasst euch behandeln.

Detaillierte medizinische Fakten zu Unterleibsschmerzen bei Frauen findet ihr bei Onmeda.de.

Weitere Quellen:
Frauenärzte im Netz
NetDoktor

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Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen lediglich der Information und ersetzen keine Diagnose beim Arzt. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden auf, solltet ihr euren Arzt kontaktieren. Über die bundesweite Nummer 116117 ist der ärztliche Bereitschaftsdienst erreichbar.

Erstellt am 20. August 2019
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