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Veganes Frühstück: 5 Rezepte von Omelett bis Pancakes

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 17. Februar 2020
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© Getty Images

Mit diesen Rezepten beweisen wir euch, dass man bei einem veganen Frühstück zwar auf Ei, Milch und Butter, aber garantiert nicht auf Genuss verzichten muss.

Auch mit einem veganen Frühstück könnt ihr wunderbar in den Tag starten. Optisch und geschmacklich gibt es dabei keine großen Unterschiede zu einem "normalen" Frühstück. Denn sämtliche Frühstücksklassiker wie Omelett, Müsli und Pancakes lassen sich genauso gut vegan zubereiten.

Tierische Zutaten wie Eier, Milch und Butter werden beim veganen Frühstück einfach durch pflanzliche Alternativen ausgetauscht: Tofu, Pflanzenmilch und Kokos-, Raps- oder Sonnenblumenöl. Nur die Wurst mit Gesicht, auf die müsst ihr bei eurem veganen Frühstück verzichten. Ob das so dramatisch ist, darf jeder für sich entscheiden.

Veganes Brot lässt sich übrigens genauso leicht selber machen wie süße oder herzhafte vegane Brotaufstriche. Bei den Getränken könnt ihr wie gewohnt zu Kaffee, Tee oder Saft greifen. Für einen gesunden Start in den Tag empfehlen wir einen veganen Smoothie mit viel frischem Obst oder Gemüse.

Tipp: Laktosefreie Butter oder Margarine ist nicht automatisch vegan. Teilweise enthält Pflanzenbutter noch tierische Vitamine. Wer sicher gehen will, sollte auf eine vegane Kennzeichnung der Butter achten.

Auch lesen: Pimp my Pausenbrot: 3 geniale Rezepte für vegane Stullen

1. Veganes Frühstück: Rührei ohne Ei

Veganes Rührei ohne Ei selber zu machen, ist gar kein Problem. Die Konsistenz ist zwar deutlich anders als bei klassischen Ei-Rezepten, aber auch die vegane Variante eignet sich super als lecker würziges Katerfrühstück.

Ihr braucht dafür diese Zutaten:
Für 4 Portionen

  • 400 g Naturtofu
  • 4 EL Pflanzenöl
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 TL Kurkuma (für die gelbe Farbe)
  • 1 TL Kala Namak (für den Ei-Geschmack, hier bei Amazon)*
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • Salz und Pfeffer
  • Optional: Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch, Schnittlauch

Tipp: Soll das Rührei softer sein, könnt ihr die Tofumenge auf 200 g Naturtofu und 200 g Seidentofu aufteilen. Wer es würziger mag, macht Halbe-Halbe Naturtofu und Räuchertofu.

So einfach könnt ihr veganes Rührei selber machen:
Tofu leicht ausdrücken und mit einer Gabel zerkrümeln. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu darin knusprig anbraten. Wollt ihr veganes Rührei mit Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch, gebt ihr die Zutaten ebenfalls kurz in die Pfanne.

Die vegane Rührei-Alternative löscht ihr mit Sojasauce ab. Nach Geschmack mit Kurkuma, Kala Namak, Paprika, Salz und Pfeffer würzen. Zusätzlich könnt ihr frische Kräuter darüberstreuen.

2. Veganes Frühstück zum Mitnehmen: Overnight Oats

Wenn ihr euer veganes Frühstück zur Arbeit oder zu einem Brunch mitnehmen möchtet, bietet sich eine Portion Overnight Oats im Glas an.

Anders als Porridge wird dieses Oatmeal kalt gegessen, sodass ihr nicht einmal eine Mikrowelle braucht. Und gemacht ist der Haferbrei ebenfalls fix, da ihr ihn nur anrühren und über Nacht einweichen lassen müsst. Daher der Name Overnight Oats.

Das braucht ihr für eine Portion vegane Overnight-Oats:
Mit Banane und Erdnussbutter

  • 80 g Haferflocken
  • 2 EL Chia-Samen
  • 50 g veganer Vanillejoghurt
  • 120 ml Mandelmilch
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 Banane
  • 4 EL Erdnussbutter

So geht die Zubereitung:
Die Haferflocken mit Chiasamen, Joghurt, Milch und Ahornsirup verrühren. Über Nacht (oder mindestens sechs Stunden) im Kühlschrank kalt stellen.

Am nächsten Morgen die Banane halbieren. Die eine Hälfte pürieren und mit der Erdnussbutter mischen, die andere Hälfte zur Deko in dünne Scheiben schneiden.

In einem Einmachglas abwechselnd die Overnight-Oats mit der Bananen-Erdnussmischung schichten. Die Bananenscheiben auf halber Füllhöhe an die Glasseiten drücken und mit dem Schichten fortfahren.

Tipp: Als Topping für eure Overnight Oats könnt ihr Beeren oder selbst gemachtes Granola nehmen.

Im Video: Anleitung für vegane Frühstücks-Smoothies

Video von Aischa Butt

Lesestoff: Essen zum Mitnehmen: Die besten Lunch-Rezepte ohne Aufwärmen

Kochbuch für vegane Rezepte

Dass vegane Frühstück-Rezepte nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch genial sein können, beweist Bianca Zapatka in ihrem Kochbuch "Vegan Foodporn".

Der Name ist hier Programm, denn die Food-Bloggerin inszeniert ihre leckeren Ideen wie kleine Kunstwerke. Und die machen richtig Appetit! Wie gut, dass Bianca neben Rezepten für ein himmlisches veganes Frühstück direkt auch die passenden Ideen zum Mittagessen und Snacken parat hat.

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Drei Rezepte für euer veganes Angeber-Frühstück dürfen wir euch bereits vorstellen. Viel Spaß beim Ausprobieren und Schlemmen.

3. Veganes Frühstück: Pancakes mit Banane

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 2 Personen

  • 1 reife Banane
  • ca. 90 ml pflanzliche Milch
  • 50 ml Mineralwasser
  • 1 EL Nussmus
  • ca. 2 EL Ahornsirup
  • 125 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • etwas Vanille
  • Zimt
  • Kokosöl zum Braten

Für die Blaubeer-Creme

  • 100 g Blaubeeren
  • 400 ml Kokosmilch, vollfett
  • 2–3 EL Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Sahnesteif

Für das Topping

So geht die Zubereitung:
1. Banane schälen, in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zerdrücken. Milch, Mineralwasser, Ahornsirup und Nussmus verrühren. Mehl, Backpulver, Vanille und Zimt zunächst separat vermischen und dann unter Rühren zur Milchmischung geben.

2. Alles so lange verrühren, bis ein cremiger und relativ fester Teig entsteht (falls die Pancakes etwas dünner sein sollen, noch etwas mehr Milch hinzugeben und falls sie etwas dicker werden sollen, noch etwas mehr Mehl hinzufügen). Teig dann ca. 10 Minuten ruhen lassen.

3. Währenddessen die Blaubeeren für die Creme waschen, in ein hohes Gefäß geben und mit einem Pürierstab pürieren. Die Kokosmilch aus dem Kühlschrank nehmen (sie sollte mindestens 24 Stunden im Kühlschrank gestanden haben), vorsichtig öffnen ohne zu schütteln und den festen Anteil in eine Rührschüssel geben.

4. Die Kokos-Creme mit einem Handmixer cremig rühren. Vanille, Puderzucker und Sahnesteif zugeben und ca. 1–2 Minuten aufschlagen. Die pürierten Blaubeeren unterrühren und die Creme in den Kühlschrank stellen.

5. Kokosöl in einer großen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Nun ca. 2 EL Teig pro Pfannkuchen in die Pfanne geben. Sobald sich oben Bläschen bilden, die Pfannkuchen wenden (nach ca. 2–3 Minuten).

6. Pfannkuchen mit Blaubeer-Creme bestreichen und zu einem Türmchen stapeln. Mit Blaubeeren und Brombeeren belegen. Weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und das Türmchen mit der flüssigen Schokolade beträufeln.

Auch lesen: Warmes Frühstück: Geniale Rezepte von süß bis herzhaft

4. Veganes Frühstück: Milchreis mit Kokosmilch

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 2 Personen

  • 150 ml Wasser
  • 400 ml Kokosmilch
  • 150 g Milchreis
  • 1 Prise Salz
  • ca. 3 EL Agavensirup
  • 2 EL Kokosraspeln

Für das Kirschkompott:

  • 150 g Kirschen aus dem Glas
  • 125 ml Kirschsaft
  • 1/2 EL Speisestärke
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1/3 TL Vanilleextrakt

So geht die Zubereitung:
1. In einem Topf das Wasser mit der Kokosmilch, Reis und einer Prise Salz aufkochen. Bei niedriger Hitze unter häufigem Rühren ca. 20–25 Minuten weich und cremig kochen. Anschließend nach Geschmack süßen und Kokosraspeln unterrühren.

2. In der Zwischenzeit das Kirschkompott zubereiten. Hierfür zunächst 2–3 EL Kirschsaft mit der Stärke verrühren. Den übrigen Kirschsaft aufkochen. Dann die angerührte Stärke unterrühren und nochmals aufkochen lassen.

3. Die Kirschen hinzugeben und noch einmal kurz erhitzen. Nach Belieben mit einem Spritzer Zitronensaft oder Vanilleextrakt verfeinern und gegebenenfalls süßen.

5. Veganes Frühstück: Zimtschnecken mit Kokossirup

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 12 Stück

  • 21 g frische Hefe
  • 75 g Kokosblütenzucker
  • 250 ml Sojamilch, lauwarm
  • 75 g Kokosöl
  • 1 EL Zimt
  • 1/4 TL Kardamom
  • 1 TL Salz
  • 500 g Weizenmehl
  • Optional: 2 TL vegane Butter

Für die Füllung

  • 50 g vegane Butter
  • 1 EL Kokosblütenzucker
  • 2 EL Kokossirup (hier bei Amazon)*
  • 2 TL Zimt
  • 60 g Walnüsse
  • 50 g Rosinen

Für die Glasur:

  • 75 g Cashewkerne (4 Stunden in Wasser eingeweicht)
  • 1 EL Kokossirup
  • 1 EL Kokosöl
  • 50 g Puderzucker
  • 2–4 EL pflanzliche Milch

So geht die Zubereitung:
1. Die Hefe zerbröseln und mit 1 EL Zucker in der Sojamilch (ca. 35 Grad warm) auflösen.

2. Kokosöl schmelzen und zur Milchmischung geben. Zucker, Zimt, Kardamom und Salz unterrühren. Mehl hinzufügen und den Teig ca. 10 Minuten von Hand kneten. Er sollte nun weich und elastisch sein. In eine große Schüssel geben, mit einem feuchten Küchentuch bedecken und 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

3. In der Zwischenzeit für die Füllung die vegane Butter bei niedriger Hitze schmelzen. Kokosblütenzucker, Kokossirup und Zimt hinzugeben und zu einer sirupartigen Masse verrühren. Nach Belieben Nüsse hacken und mit den Rosinen unterrühren.

4. Wenn sich das Teigvolumen verdoppelt hat, kann der Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen Rechteck, etwa 1 cm dick, ausgerollt werden. Füllung auf dem Teig verstreichen.

5. Den Teig, von der langen Seite ausgehend, aufrollen und in gleich große Stücke schneiden (ca. 3½ cm breit). In eine gefettete Form legen, dabei ausreichend Platz zwischen den einzelnen Zimtschnecken lassen. Nochmals abgedeckt ca. 30–45 Minuten gehen lassen.

6. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Optional etwas vegane Butter schmelzen und die Zimtschnecken damit bestreichen, dann ca. 20 Minuten backen.

7. Alle Zutaten für die Glasur in einem Hochleistungsmixer zu einer glatten und cremigen Soße mixen. Bei Bedarf etwas mehr Milch zum Verdünnen hinzugeben. (Wenn man keinen Mixer hat, kann man einfach Cashewmus verwenden und braucht die Zutaten nur zu verrühren.)

8. Die Zimtschnecken nach dem Backen etwas abkühlen lassen und mit der Glasur servieren, solange sie noch warm sind.

Weiterlesen: Kuchen ohne Ei: Die 3 besten veganen Kuchen-Rezepte

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