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Positiver Schwangerschaftstest? Das musst du jetzt wissen!

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 15. Juli 2018

Sie sehen so unscheinbar aus und doch wirbeln sie das ganze Leben durcheinander: Zwei Streifen auf dem Schwangerschaftstest. Hier erfährst du, wie sicher ein positiver Schwangerschaftstest ist und was du jetzt unbedingt tun solltest.

Egal ob ihr schon seit einer Weile versucht schwanger zu werden oder ob ihr den Test macht, weil eure Tage ausbleiben: Ein positiver Schwangerschaftstest wird zu einigen Gefühlsausbrüchen und jeder Menge Fragen führen.

Denn der zweite Strich auf dem Test sagt ganz klar: Ich bin schwanger! In mir wächst ein Baby heran, das in nur wenigen Monaten fester Bestandteil meines Lebens sein wird! Ein unglaubliches Gefühl, aber auch Zeit für viele Fragen und Unsicherheiten.

Wie sicher ist ein positiver Schwangerschaftstest?

Die erste Frage ist oft: Wie verlässlich ist ein positiver Schwangerschaftstest? Stimmt das Ergebnis zu 100 Prozent oder kann es falsch sein? Oder soll ich doch zur Sicherheit noch einen zweiten Test machen?

Zur ersten Beruhigung: Auch wenn es keine 100-prozentige Garantie gibt, so kommen Fehler beim Schwangerschaftstest höchst selten vor. Ein fehlerhaftes Ergebnis beim Schwangerschaftstest ist meist darauf zurückzuführen, dass der Test falsch angewendet wurde.

Die klassischen Urin-Schwangerschaftstests liefern - bei korrekter Anwendung - sehr zuverlässige Ergebnisse. Etwa zwei, drei Wochen nach der Befruchtung könnt ihr sie machen. Denn das Hormon HCG ist ca. 14 Tage nach der Befruchtung im Urin nachweisbar. Es handelt sich dabei um das berühmte Schwangerschaftshormon HCG (Humanes Choriongonadotropin), das von der zukünftigen Plazenta gebildet wird, sobald sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat.

Am sichersten ist natürlich ein Bluttest beim Frauenarzt: Beim Bluttest wird die HCG-Konzentration im Blut ermittelt, wo das Hormon bereits neun Tage nach der Befruchtung nachgewiesen werden kann.

Die Frühtests, die ihr schon wenige Tage nach der Befruchtung machen könnt, sind nicht ganz so zuverlässig. Es kann passieren, dass keine Schwangerschaft angezeigt wird, obwohl das Ergebnis eigentlich ein positiver Schwangerschaftstest sein sollte.

Das sollten alle Frauen wissen: So wird ein Schwangerschaftstest richtig durchgeführt

Positiver Schwangerschaftstest: 5 wichtige Fragen und ihre Antworten

Ist das Ergebnis des Schwangerschaftstests positiv schwirren einem unendlich viele Fragen durch den Kopf. Lasst sie zu, atmet dann aber tief durch. Auf die fünf wichtigsten findet ihr hier eine Antwort.

1. Wie sage ich es meinem Partner?

Ein positiver Schwangerschaftstest geht euch beide an, deswegen sollte der Papa des Babys so bald wie möglich davon erfahren (das gilt auch, wenn ihr vielleicht nicht in engem Kontakt steht). Es gibt unendlich viele Möglichkeiten dem anderen mitzuteilen, dass man schwanger ist. Mit einem lustigen Video, Babyschuhen oder Schnuller. Der einfachste Weg ist jedoch immer noch, es gerade heraus zu sagen.

Entscheidet außerdem gemeinsam, wann ihr es Freunden und Familie sagt. Viele Paare warten die ersten drei Monate ab, da es in diesem Zeitraum eher zu Komplikationen und Fehlgeburten kommen kann.

Ihr sucht eine originelle Möglichkeit, eurem Partner du sagen, dass ein Baby unterwegs ist? Dann findet ihr hier 25 Ideen um eine Schwangerschaft zu verkünden! Das Baby war nicht geplant und du hast Angst, er könnte die Nachricht schlecht aufnehmen? Dann mach hier den Test: Ist er bereit für ein Baby?

2. Wann kommt das Baby?

"In welcher Schwangerschaftswoche bin ich und wann kommt das Baby" ist eine weitere Frage, die sich die werdende Mama nach einem positiven Schwangerschaftstest stellt. Tatsächlich dauert eine Schwangerschaft nicht neun Monate sondern eher zehn.

Gerechnet wird ab dem ersten Tag der letzten Periode. Rechnet darauf 280 Tage, dann habt ihr ein relativ genaues Datum. Den Rest wird euch der Frauenarzt sagen. Es gibt aber auch zahlreiche Geburtstermin-Rechner, mit denen man ganz einfach den Zeitpunkt der Befruchtung sowie den wahrscheinlichen Geburtstermin ermitteln kann. Es genügt, das Datum eurer letzten Periode und die Länge eures Zyklus einzugeben.

3. Wann soll ich zum Frauenarzt?

Ein positiver Schwangerschaftstest sollte immer einen Besuch beim Frauenarzt zur Folge haben. Ruft so bald wie möglich an, sagt, dass ihr vermutet schwanger zu sein, und lasst euch einen zeitnahen Termin geben.

​Euer Frauenarzt kann euch zum einen die Schwangerschaft bestätigen, aber auch alles weitere erklären. Worauf ihr beispielsweise achten solltet, wann das Kind voraussichtlich kommt, etc.

4. Worauf muss ich jetzt bei meiner Ernährung achten?

Wer schwanger werden möchte, sollte schon im Vorfeld auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten. Alkohol und Zigaretten solltet ihr an den Nagel hängen und auch nicht literweise Kaffee trinken.

Ganz wichtig: Da die meisten Deutschen einen leichten Folsäuremangel haben, solltet ihr euch vorsorglich ein Vitaminpräparat in der Apotheke oder Drogerie besorgen. Gerade in den ersten Wochen der Schwangerschaft ist eine ausreichende Folsäureversorgung wichtig, damit sich das Baby gesund entwickeln kann.

Spätestens ein positiver Schwangerschaftstest sollte der Zeitpunkt sein, an dem man Alkohol und Zigaretten aufgibt und vermehrt auf die Ernährung achtet. Rohen Fisch, Rohmilchkäse (z. B. Brie) oder rohe Wurst wie Salami darf zum Beispiel nicht mehr gegessen werden. Auch fertig geschnittene Salate solltet ihr meiden.

Mehr lesen: Sushi & Co.: Das solltet ihr in der Schwangerschaft nicht essen

5. Wann muss ich mit meinem Arbeitgeber sprechen?

Hat sich die erste Aufregung über die Schwangerschaft gelegt, taucht früher oder später die Frage auf, wann man dem Chef die Nachricht übermittelt. An dieser Stelle könnt ihr aufatmen: Es gibt kein Gesetz, dass ihr es bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gesagt haben müsst. Ein positiver Schwangerschaftstest ist deswegen nicht sofort gleichbedeutend mit einem unangenehmen Termin beim Chef.

Die meisten Schwangeren warten die ersten drei Monate ab. Arbeitet ihr jedoch in einem Krankenhaus, einer Kita oder mit gefährlichen Stoffen, solltet ihr so bald wie möglich das Gespräch mit eurem Chef suchen.

Quellen:

Ernährung in der Schwangerschaft: Darauf solltet ihr jetzt achten

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