Home / Living / Kochen & Backen

Living

Streetfood-Ideen: 4 leckere Rezepte wie frisch vom Foodtruck

von Nicole Molitor Erstellt am 29. Juli 2020
Streetfood-Ideen: 4 leckere Rezepte wie frisch vom Foodtruck© unsplash.com/krisztian-tabori

Mit unseren Streetfood-Ideen und Rezepten kommt das Food-Festival zu euch nach Hause. Alle Mann an Bord, wir machen eine kulinarische Weltreise!

Für Foodies wie mich sind Food-Festivals das reinste Mekka. An jedem Stand oder Foodtruck gibt es leckere Köstlichkeiten aus aller Welt zu probieren. Überall duftet es himmlisch. Nur die Entscheidung darüber, für welches Streetfood-Gericht man sich entscheiden soll, ist die Hölle.

Genau wie die Preise. Die sind nämlich meistens gesalzen. Günstiger kommt ihr weg, wenn ihr die Streetfood-Ideen einfach zuhause nachkocht. Wie das geht, zeigen wir euch weiter unten anhand von vier genial leckeren Streetfood-Rezepten aus Amerika, Asien und dem Nahen Osten.

Die besten internationalen Streetfood Ideen

Klar gibt es auch hierzulande tolles Streetfood. Doch neben Frittenbuden oder Ständen mit Currywurst, Crêpes oder Fischbrötchen ist im Alltag nicht viel los mit öffentlichen Fastfood-Möglichkeiten.

In Deutschland hat sich das Streetfood-Konzept leider noch nicht so stark durchgesetzt wie in anderen Ländern. Wer sich eine größere Auswahl an Foodständen wünscht, muss auf entsprechende (Street-Food-)Festivals warten oder sich mit den Streetfood-Ideen von Kirmes oder Weihmachtsmarkt begnügen.

Ganz anders sieht das in Asien aus. Hier wimmelt es draußen nur so von Streetfood-Verkäufern. Und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Angeboten wird alles von Suppe (Pho) über Wokgerichte bis zu Fingerfood wie frittierten Insekten. Auf der Straße zu essen, ist in Ländern wie Vietnam, Thailand oder Korea völlig normal.

Lesetipp: Asiatisch kochen: Schnelle Rezepte für Anfänger und Ungeduldige

Aber dafür muss man nicht nach Fernost oder Übersee reisen. Zu den europäischen Streetfood-Hotspots gehören Amsterdam, London, Porto und Istanbul. Hier ist man mutiger und schaut stärker über den eigenen kulinarischen Horizont. Davon können wir noch einiges in Sachen Streetfood lernen.

Und tun es teilweise auch. In deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg und München kommen immer häufiger Foodtrucks zu Besuch. Was besonders zieht, sind Bio-Gerichte mit regionalen Zutaten. Gerne auch vegetarisch oder vegan.

Das sind die beliebtesten Streetfood-Ideen in Deutschland:


Im Video: Rezept für selbstgemachte Churros

Video von Jutta Eliks

Dazu passt: Frozen Joghurt selber machen: Dieses Rezept klappt ohne Eismaschine!

Kochbuch mit internationalen Streetfood-Rezepten

Viele geniale Streetfood-Ideen findet ihr in dem Kochbuch "Eat on the Street" von Jutta Mennerich und Stefan Braun. Neben herzhaften und süßen Streetfood-Rezepten aus New York, London, Istanbul, Deutschland, Asien und Portugal machen auch die vielen kleinen Anekdoten und Tipps darin Lust auf Urlaub und Reisen.

> Hier könnt ihr das Buch bei Amazon bestellen.*

Außer schnellen Slow-Food-Gerichten (slow statt fast, weil die frische Zubereitung bei manchen Gerichten eben doch etwas dauert) gibt es in dem Buch viel Inspiration für beliebte Streetfood-Desserts und coole Getränke à la Lynchburg Lemonade oder Ca Phe Sua.

Vier der insgesamt 80 Rezepte aus dem Kochbuch dürfen wir euch hier direkt vorstellen. Wir haben uns dabei extra für etwas ausgefallenere Ideen als Chips & Fish oder den obligatorischen Hot Dog entschieden. Taste the world – viel Spaß beim Nachmachen und Schlemmen!

Lesetipp: Die besten vegetarischen Streetfood-Rezepte zum Nachkochen

1. Streetfood-Idee: Burritos mit Hähnchen

Wem Hamburger zu langweilig sind, der greift beim Food-Festival zum Burrito. Die runden Tortillas werden mit den unterschiedlichsten Füllungen angeboten und lassen sich super einfach selber machen.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 4 Portionen

  • 200 g getrocknete Pinto- oder Kidneybohnen
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 4–5 EL Olivenöl
  • 100 g Speckwürfel
  • 1 TL gem. Kreuzkümmel
  • ½ TL getrockneter Oregano
  • Salz, Pfeffer
  • 8 Tomaten
  • 1 Zitrone
  • 2 Stiele Koriander
  • 1 Chilischote
  • Zucker
  • 2 Avocados
  • Saft von 1 Limette
  • Chilipulver
  • 100 g Basmatireis
  • 400 g Hähnchenbrustfilet
  • ½ Römersalat
  • 1 Dose Maiskörner (ca. 285 g Abtropfgewicht)
  • 4 Weizentortillas
  • 80 g geriebener Käse (z. B. Cheddar oder Gouda)
  • 4 EL saure Sahne

So geht die Zubereitung:
1. Die Bohnen waschen und über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe schälen und würfeln.

2. 1 TL Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Speck darin anbraten. Zwiebel, Knoblauch, Kreuzkümmel und Oregano mitbraten. Die Bohnen dazugeben. Mit Wasser bedecken und bei mittlerer Hitze 2 Stunden köcheln lassen (die Bohnen müssen immer mit Wasser bedeckt sein). Entstehenden Schaum abschöpfen
und ab und zu umrühren.

3. Bohnen mit Salz und Pfeffer würzen und in eine Schüssel geben. (Wer sich die lange Einweich- und Garzeit sparen will, nimmt 400 g Kidney- oder Pintobohnen aus der Dose. Die Bohnen nur zur Speck-Zwiebel-Mischung in die Pfanne geben und erhitzen.)

4. In der Zwischenzeit für die Tomatensalsa die Tomaten waschen und in Würfel schneiden. Die restliche Zwiebel und 1 Knoblauchzehe schälen und klein hacken. Zitrone auspressen. Koriander waschen und trocken schütteln, die Blätter klein hacken. Chilischote putzen und in Ringe schneiden. Alles vermischen, 3 EL Olivenöl dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

5. Für die Guacamole die Avocados halbieren, entkernen, das Fruchtfleisch auslösen und grob zerdrücken. Mit Limettensaft beträufeln. Die übrige Knoblauchzehe schälen und klein hacken, unter die Avocado rühren. Mit Salz, Pfeffer und Chilipulver würzen.

6. Den Reis nach Packungsanweisung in Salzwasser garen. Das Hähnchenbrustfilet waschen, trocken tupfen und in Streifen schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Im restlichen Olivenöl in einer Pfanne braten.

7. Salatblätter ablösen, waschen und trocken schleudern. Blätter in feine Streifen schneiden. Den Mais abtropfen lassen.

8. Die Tortillas nach Packungsanweisung im Ofen erwärmen. Jede Tortilla mit Bohnen, Reis, Tomatensalsa, Guacamole, Salat, Hähnchenfleisch, Mais und Käse belegen. Je 1 EL saure Sahne darauf geben. Die Tortillas zusammenklappen und die Seiten zur Mitte hin einschlagen.

Auch lesen: Reis kochen: So gelingt er auch ohne Reiskocher perfekt

2. Streetfood-Idee: Lahmacun

Lahmacun bzw. türkische Pizza bekommt man zwar in jeder Dönerbude, aber warum nicht mal die selbstgemachte Variante ausprobieren?

Der deftig belegte Hefeteig ist ein toller Imbiss für zwischendurch. Gerollt kann man den Lahmacun bequem auf die Faust essen. Und das Beste: Das Streetfood-Gericht schmeckt auch kalt noch lecker.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 4 Portionen

  • 4 große Tomaten
  • 3 weiße Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 300 g Rinder- und Lammhackfleisch (gemischt)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • ¼ TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 TL Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Rollen Hefeteig (à 450 g; aus dem Kühlregal)
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 4 Stiele Petersilie
  • 1 Zitrone

So geht die Zubereitung:
1. Die Tomaten kreuzweise einschneiden, im kochenden Wasser kurz blanchieren und kalt abschrecken. Die Tomaten schälen, vierteln und entkernen. Das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und hacken.

2. Das Hackfleisch in 2 Portionen im Olivenöl anbraten, dann in ein Sieb geben, damit das Fett abtropfen kann. Die Zwiebeln und den Knoblauch andünsten, das Tomatenmark dazugeben, kurz anrösten und die Tomaten hinzufügen. Fleisch, Kreuzkümmel, Thymian und Paprika unterrühren und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem bemehlten Nudelholz sehr dünn ausrollen und halbieren, sodass 4 gleich große Teile entstehen. Die Fleischmasse dünn darauf verstreichen, dabei einen Rand von etwa 1 bis 2 cm frei lassen.

4. Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Die Lahmacun im Ofen etwa 4 bis 6 Minuten backen, bis der Rand eine hell- bis goldbraune Farbe angenommen hat.

5. Die Frühlingszwiebel putzen, waschen, klein schneiden und auf den Lahmacun verteilen. Petersilie waschen und trocken schütteln. Zitrone vierteln. Teig mit je ¼ Zitrone beträufeln und mit je 1 Petersilienstiel (oder etwas Rucola) belegen. Nach Geschmack scharfes Chilipulver auf die türkische Pizza stäuben und zusammenrollen. Auf die Hand essen.

Lesestoff: Türkisch kochen: Würzige Rezepte von Kebab bis Kichererbsensalat

3. Streetfood-Idee: Ramen-Burger

Etwas, das man hierzulande garantiert nicht an jeder Straßenecke findet, sind Ramen-Burger. Die Fusion aus amerikanischem Burger und asiatischer Ramen klingt ungemein verlockend. In etwa so wie andere verrückte Kreationen à la Cronuts Cruffin & Mookie.

Hier kommt das Streetfood-Rezept für Ramen-Burger mit einem Garnelen-Patty. Wenn ihr es weniger fischig mögt, könnt ihr die Ramen-Buns aber auch mit einem klassischen Hackfleischpatty essen.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 2 Portionen
Für die Ramen Buns

Für das Garnelen-Patty

  • 400 g Garnelen (ohne Kopf, geschält)
  • 20 g Ingwer
  • 15 g Weißbrotbrösel
  • 1 Ei
  • abgeriebene Schale von 1 Bio-Limette
  • 1 EL Fischsauce
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • ½ Chilischote
  • Öl zum Braten
  • 2 EL Mayonnaise
  • ½ TL Misopaste (hier bei Amazon)*
  • ½ TL Wasabipaste
  • 1 EL Sake (Reiswein, hier bei Amazon)*
  • einige grüne Salatblätter
  • 2 Stiele Koriander

Außerdem

So geht die Zubereitung:
1. Für die Ramen Buns die Ramen-Nudeln (japanisch: Mie) in 1 l kochendes Wasser geben, sofort den Topf vom Herd nehmen und die Nudeln 5 Minuten ziehen lassen, dabei öfter mit einer Gabel umrühren. Die Nudeln in ein Sieb abgießen und abkühlen lassen.

2. In einer Schüssel die Eier und die Fischsauce verrühren und mit den abgekühlten Nudeln vermischen. Vier Servierringe innen mit Öl einfetten. Sesamöl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Servierringe in die Pfanne setzen und die Nudel-Ei-Masse darin verteilen.

3. Die Nudelmasse fest in den Ring drücken und während des Bratens mit einem Glas beschweren. Nach 3 Minuten die Ringe mit den Nudeln vorsichtig wenden, Nudeln nach unten schieben und weitere 3 Minuten braten. Die Buns herausnehmen und beiseitelegen.

4. Für die Garnelen-Patties die Garnelen waschen und trocken tupfen. Die Hälfte der Garnelen sehr klein schneiden. Den Ingwer schälen und hauchdünn hobeln, in sehr kleine Würfel schneiden. Weißbrotbrösel, Ei, Limettenschale und Fischsauce mit Ingwer zu den klein geschnittenen Garnelen geben und gründlich vermischen.

5. Die Zwiebel schälen, die Frühlingszwiebeln putzen und waschen. Die Chilischote so klein wie möglich würfeln. Zu der Garnelenpaste geben und unterrühren. Die Masse mithilfe der Servierringe zu Patties formen. Die Patties in wenig Öl bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten auf jeder Seite braten. Die ganzen Garnelen ebenfalls kurz braten.

6. Die Mayonnaise mit Miso- und Wasabipaste sowie Sake zu einer glatten Creme rühren. Die Salatblätter waschen und trocken tupfen.

7. Je 1 Ramen Bun mit Wasabimayonnaise bestreichen, mit Salatblättern belegen, Garnelen-Patty und ganze Garnelen daraufgeben und mit 1 Stiel Koriander belegen. Mit je 1 Nudel-Bun bedecken. Die Ramen Burger sofort genießen.

Auch lesen: Low-Carb-Burger: So lecker schmeckt das Fastfood ohne Kohlenhydrate!

4. Streetfood-Idee: Samosas

Samosas stammen aus Pakistan und gehen bei internationalen Streetfood-Festivals weg wie warme Semmeln. Die dreieckigen Teigtaschen eignen sich prima zur Resteverwertung, denn sie lassen sich beliebig füllen.

Mit indischen Gewürzen werden Füllungen aus Kartoffeln, Reis, Gemüsecurry, Hackfleisch oder Fisch zu einem echten Leckerbissen. In Indien werden Samosas sogar im Kino gesnackt. So weit würden wir nicht unbedingt gehen, aber als Essen zum Mitnehmen passen die Teigtaschen gut in jede Snackbox.

Ihr braucht diese Zutaten:
Für 12 Portionen

  • 250 g Dinkelmehl
  • 125 g Weizenmehl
  • 60 ml Öl
  • 2 TL gemahlene Kurkuma
  • Salz
  • 250 g mehligkochende Kartoffeln
  • 300 g Blumenkohl
  • 1 TL Currypulver
  • Muskatnuss
  • Chilipulver
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 50 g Erbsen (tiefgekühlt)
  • 1 l Sonnenblumenöl

Lesetipp: Lassi-Rezepte: So einfach könnt ihr Lassis selber machen

So geht die Zubereitung:
1. Für den Teig beide Mehlsorten in einer Schüssel mit 120 ml Wasser, 50 ml Öl, 1 TL Kurkuma und 1 TL Salz 5 Minuten kräftig zu einem glatten, geschmeidigen, aber nicht klebrigen Teig kneten. Wenn der Teig zu fest ist, noch etwa 50 ml Wasser dazugeben. Dann 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen.

2. Für die Füllung die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Blumenkohl putzen, waschen und in kleine Röschen teilen. Die Röschen klein schneiden. In einem Topf 1 EL Öl erhitzen und die Kartoffeln und den Blumenkohl darin unter Rühren andünsten.

3. Mit 1 TL Kurkuma, dem Currypulver, etwas Muskatnuss, Chilipulver und Salz würzen. Mit Gemüsebrühe ablöschen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 Minuten dünsten.

4. Die Erbsen dazugeben, den Topf vom Herd nehmen und das Gemüse weitere 10 Minuten ziehen lassen. Das Gemüse verrühren, sodass es zerfällt und sich Kartoffeln und Blumenkohl gut vermischen. Erneut abschmecken.

5. Den Teig nochmals gut durchkneten und auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen. Etwa 12 gleich große Quadrate ausschneiden.

6. Mit einem großen Löffel Häufchen auf die Mitte der Teigquadrate setzen, die Teigstücke über der Füllung zu Dreiecken umklappen und die Ränder andrücken. Mit einem kleinen Messer den übrigen Teigrand abtrennen, sodass ein prall gefülltes Dreieck entsteht.

7. Das Sonnenblumenöl in der Fritteuse oder in einem hohen Topf auf 180 °C erhitzen und die Samosas darin etwa 2 Minuten knusprig braun backen.

Tipp: Dazu passt eine indische Minzsauce: 1 Bund Minze waschen, trocken schütteln, die Blättchen abzupfen. Minzeblätter, Saft von ½ Zitrone und 300 g Joghurt verrühren. Mit ½ TL gemahlenem Kreuzkümmel, etwas Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Mit dem Stabmixer pürieren und noch mal abschmecken.

* Affiliate Link